Biokamine – Moderne Alternative zum klassischen Kamin - ofenerlebnis.de

Biokamine – Moderne Alternative zum klassischen Kamin

Biokamine, oft auch Bioethanol-Kamine genannt, sind dekorative Feuerstellen, die mit flüssigem Bioethanol betrieben werden. Sie bieten echtes Flammenspiel und gemütliches Ambiente, ohne dass ein Schornstein oder eine aufwendige Installation nötig ist. Damit stellen sie eine moderne Alternative zum herkömmlichen Holz- oder Gaskamin dar – besonders für Wohnungen oder Häuser, in denen ein klassischer Kamin aus baulichen oder genehmigungsrechtlichen Gründen nicht infrage kommt. Im Folgenden werden Umweltfreundlichkeit, Sicherheit, Kosten sowie Design und Aufstellungsflexibilität von Biokaminen ausführlich und sachlich beleuchtet.

Umweltfreundlichkeit

Emissionen: Biokamine verbrennen Bioethanol zu Kohlendioxid und Wasserdampf. Bei sauberer Verbrennung entstehen keine Rauchgase, kein Ruß und kaum Feinstaub. Dadurch bleibt die Luft im Wohnraum frei von den Partikeln und Schadstoffen, die bei Holzfeuern üblich sind. Im Vergleich zu einem traditionellen Holzofen, der Feinstaub und Asche produziert, arbeitet ein Bioethanol-Kamin also deutlich sauberer. Auch ein Gaskamin erzeugt zwar relativ saubere Abgase, verbrennt aber fossilen Brennstoff; der Biokamin nutzt hingegen einen erneuerbaren Energieträger. Wichtig ist jedoch zu beachten, dass auch ein Biokamin Kohlendioxid (CO₂) produziert – wenn auch aus biologisch gebundenem Kohlenstoff. Eine ausreichende Belüftung des Raums während des Betriebs ist daher notwendig, um einen zu hohen CO₂-Gehalt der Raumluft zu vermeiden.

Nachhaltigkeit des Bioethanols: Bioethanol wird meist aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen, zum Beispiel aus Zuckerrohr, Zuckerrüben, Mais oder anderen pflanzlichen Reststoffen. Dadurch gilt der verwendete Brennstoff als erneuerbar und tendenziell CO₂-neutral, denn das bei der Verbrennung freigesetzte CO₂ wurde zuvor beim Pflanzenwachstum der Atmosphäre entzogen. In der Herstellung und beim Transport von Bioethanol fallen weit weniger Treibhausgase an als bei fossilen Brennstoffen wie Erdgas oder Heizöl. Zudem trägt die Nutzung von Bioethanol zur Reduzierung der Abhängigkeit von endlichen, fossilen Energiequellen bei. Insgesamt sind Biokamine somit aus Brennstoff-Sicht relativ umweltfreundlich. Trotzdem sollte man bedenken, dass Nachhaltigkeit auch davon abhängt, wie das Ethanol produziert wird – etwa ob dafür landwirtschaftliche Flächen genutzt oder Abfallprodukte verwertet werden. In vielen Fällen stammt Bioethanol aus Reststoffen oder speziell angebauten Energiepflanzen, was die Umweltbilanz positiv beeinflusst.

Vergleich zu herkömmlichen Kaminen: Im Vergleich zu einem klassischen Holzkamin punktet der Biokamin durch weitgehend emissionsfreie Verbrennung ohne Schadstoffe wie Teer oder Feinstaub. Es entsteht kein Rauch, der über einen Schornstein abgeleitet werden müsste, und keine Asche, die entsorgt werden muss. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch die unmittelbare Wohnumgebung – Nachbarn werden nicht durch Rauch belästigt, und Wände oder Möbel bleiben frei von Rußablagerungen. Ein Holzkamin kann zwar ebenfalls CO₂-neutral betrieben werden (bei nachhaltiger Forstwirtschaft), verursacht aber immer Luftschadstoffe durch die Verbrennung von Holz. Gaskamine verbrennen sauberer als Holz, sind aber auf fossiles Erdgas oder Flüssiggas angewiesen, was in der CO₂-Gesamtbilanz schlechter abschneiden kann. Biokamine haben außerdem den Vorteil, dass keine Wärme über einen Abluftschacht entweicht – die entstehende Wärme bleibt im Raum. Allerdings relativiert sich dieser Vorteil, da man wegen des Sauerstoffverbrauchs regelmäßig lüften muss, wodurch wiederum Wärme entweicht. Zu beachten ist auch, dass bei unvollständiger Verbrennung von Ethanol (etwa bei zu wenig Sauerstoff im Raum) kleinste Mengen an Schadstoffen wie Formaldehyd oder Benzol entstehen können. Diese liegen zwar normalerweise im sehr geringen Bereich, zeigen aber, dass ein Biokamin trotz "sauberer" Verbrennung nicht völlig emissionsfrei ist. Verantwortungsbewusster Umgang – insbesondere ausreichende Frischluftzufuhr – ist daher unerlässlich, um sowohl ein gesundes Raumklima zu bewahren als auch die Umweltbelastung minimal zu halten.

Sicherheit

Risiken im Betrieb: Ein Biokamin arbeitet mit offenem Feuer und brennbarem Flüssigbrennstoff – dementsprechend sind beim Betrieb gewisse Risiken vorhanden. Die Flamme ist offen zugänglich, wodurch Verletzungs- und Brandgefahr besteht, ähnlich wie bei einer großen Kerze oder Fackel. Insbesondere wenn Kinder oder Haustiere im Haushalt leben, ist Vorsicht geboten: Es genügt ein unbeabsichtigter Stoß, um den Kamin umzukippen oder brennendes Ethanol zu verschütten. Ein großes Risiko besteht beim Nachfüllen des Brennstoffs: Niemals darf Bioethanol nachgefüllt werden, solange die Flamme noch brennt oder der Kamin noch heiß ist. Ethanol ist hochentzündlich und bildet bei Zimmertemperatur leicht brennbare Dämpfe. Wird in einen heißen Brenner nachgegossen, kann sich das verdampfende Ethanol schlagartig entzünden (Stichflamme oder Verpuffung), was zu schweren Unfällen führen kann. Daher gilt als wichtige Sicherheitsmaßnahme, den Kamin vor jedem Nachfüllen vollständig abkühlen zu lassen und generell beim Umfüllen von Ethanol äußerste Sorgfalt walten zu lassen. Verschüttete Tropfen müssen sofort aufgewischt werden, bevor entzündet wird. Einige moderne Biokamin-Modelle verfügen über Sicherheits-Trichter oder Automatik-Pumpen, die ein sicheres Befüllen erleichtern. Dennoch liegt es in der Verantwortung des Nutzers, diese Hinweise konsequent zu beachten.

Sicherheitsmaßnahmen: Beim Betrieb eines Biokamins sollten ähnliche Vorsichtsregeln gelten wie beim Umgang mit Kerzen oder einem Lagerfeuer – nur auf größerem Niveau. Dazu gehört, den Kamin stets unter Aufsicht brennen zu lassen. Man sollte niemals den Raum verlassen, während das Feuer noch brennt, um im Notfall schnell eingreifen zu können. In der Nähe der Flammen dürfen sich keine leicht brennbaren Materialien befinden: Vorhänge, Dekorationen, Papier oder Textilien sollten ausreichend Abstand halten. Der Aufstellort muss stabil und eben sein; insbesondere sollte man freistehende Modelle nicht an Kanten oder in Laufwegen platzieren, wo sie umgestoßen werden könnten. Gute Belüftung des Zimmers ist während des Betriebs essenziell: Einerseits wird so ausreichend Sauerstoff nachgeführt, andererseits werden entstehende Verbrennungsgase (hauptsächlich CO₂) kontinuierlich verdünnt. Wird in einem kleinen, geschlossenen Raum ohne Luftaustausch ein Biokamin betrieben, kann der Sauerstoffgehalt sinken und das Kohlenstoffdioxid ansteigen – ein Zustand, der Kopfschmerzen, Schwindel oder im schlimmsten Fall Erstickungsgefahr bedeuten würde. Deshalb empfehlen Experten, ein Fenster gekippt zu lassen oder regelmäßig stoßzulüften, solange das Gerät in Betrieb ist. Moderne Biokamine sind häufig mit Schutzscheiben aus Glas oder Metallgittern ausgestattet, die direkten Kontakt mit der Flamme erschweren und für eine gewisse Abschirmung sorgen, ohne die Sicht auf das Feuer zu verdecken. Zudem sollten nur qualitativ hochwertige Geräte verwendet werden, die geprüften Sicherheitsstandards entsprechen – in Europa ist hier vor allem die Norm DIN EN 16647 relevant, die Anforderungen an Konstruktion, Brenner und Sicherheit von Ethanol-Kaminen definiert. Ein nach dieser Norm geprüftes Modell bietet beispielsweise Sicherheitsmechanismen wie Auslaufschutz, stabile Brennkammern und Werkstoffe, die auch bei hoher Hitze standhalten.

Unterschiede zu anderen Kaminarten: Im Vergleich zu traditionellen Kaminen weisen Biokamine eigene Sicherheitsprofile auf. Holzkamine (offene Kamine oder Kaminöfen) haben ebenfalls offene oder geschlossene Feuerstellen, allerdings entstehen Funkenflug und Glut, die herausfallen können – weshalb hier in der Regel Funkengitter oder geschlossene Scheiben eingesetzt werden. Biokamine erzeugen keinen Funkenflug und keine Glutstücke, was ein Sicherheitsvorteil ist; jedoch steht die Ethanolflamme oft offener, da man sie gerade wegen der sauberen Verbrennung oft ohne Funkenschutz betreiben möchte. Ein geschlossener Kaminofen (Holzofen mit Glastür) hält das Feuer komplett hinter Glas, was die Brandgefahr im Raum minimiert – bei Biokaminen ist dies nicht immer der Fall, außer bei Modellen mit Frontglas. Gaskamine haben meist Sensoren und automatische Abschaltungen (z.B. wenn die Flamme erlischt, stoppt die Gaszufuhr) und sind oft fest eingebaut, teils mit geschlossenem Verbrennungssystem. Die Gefahr bei Gasfeuerstellen liegt vor allem in möglichen Gaslecks oder falscher Abgasführung, wohingegen beim Biokamin die Gefahr mehr vom Benutzerhandling (offenes Nachfüllen, offenes Feuer) ausgeht. Elektrokamine schließlich haben gar keine echte Flamme, sondern nur künstliche Glut- und Flammeneffekte – damit entfällt jegliches Brandrisiko durch offenes Feuer, was sie zur sichersten Option macht. Allerdings bieten Elektrokamine kein echtes Feuer und die Heizleistung entsteht über eine Elektroheizung. In der Sicherheitsbetrachtung liegen Biokamine somit zwischen den Stühlen: Sie haben ein echtes offenes Feuer wie ein Holzkamin, aber ohne dessen Rauch und Funken; sie benötigen Sorgfalt beim Betrieb, ähnlich einem Gaskamin, jedoch ohne Gasleitung. Insgesamt lässt sich sagen: Ein Biokamin ist bei korrekter Handhabung und Beachtung aller Sicherheitsvorkehrungen durchaus sicher, aber er verzeiht Nachlässigkeit ebenso wenig wie jede andere offene Flamme. Wer die oben genannten Maßnahmen beherzigt – insbesondere vorsichtiges Befüllen, ausreichend Lüften und ständige Aufsicht – kann das Flammenspiel gefahrlos genießen. In Haushalten mit kleinen Kindern oder sehr beengten Platzverhältnissen sollte man dennoch genau abwägen, ob die Anschaffung sinnvoll ist, oder ob nicht eine Alternative ohne offene Flamme (z.B. Elektrokamin) besser geeignet wäre.

Kosten

Anschaffungskosten: Biokamine gibt es in sehr unterschiedlichen Preisklassen, was sie für ein breites Publikum zugänglich macht. Einfache Tischkamine oder kleine Standmodelle sind bereits für zweistellige bis niedrige dreistellige Euro-Beträge erhältlich. Für 100–300 Euro bekommt man oft schon ein solides Modell für den Privatgebrauch. Aufwändiger gestaltete Designerstücke oder große eingebaute Ethanol-Kamine können hingegen mehrere tausend Euro kosten, insbesondere wenn hochwertige Materialien (Glas, Edelstahl, Naturstein) und aufwendiges Design ins Spiel kommen. Trotz dieser Bandbreite sind Biokamine in der Regel günstiger in der Anschaffung als traditionelle Kaminanlagen. Ein klassischer Holzkamin oder Kaminofen erfordert oft neben dem Gerät selbst (das ebenfalls leicht mehrere tausend Euro kosten kann) noch einen Schornstein oder Edelstahlschornstein, Installation durch Fachleute und ggf. bauliche Anpassungen. Diese Kosten entfallen beim Biokamin vollständig: Es ist kein Schornsteinbau nötig, keine Genehmigung durch den Schornsteinfeger, und die Aufstellung kann man meist selbst vornehmen. Gerade in Mietwohnungen, wo man keine baulichen Veränderungen durchführen darf, ist der Biokamin eine kostengünstige Möglichkeit, Kaminatmosphäre zu schaffen. Zusammengefasst bedeutet das: Die Einstiegshürde in Sachen Kosten ist bei Biokaminen relativ niedrig, und auch exklusive Modelle können – gemessen an der sonstigen Alternative eines fest installierten Kamins – preislich konkurrenzfähig sein.

Betriebskosten: Im laufenden Betrieb verursachen Biokamine vor allem Kosten für den Brennstoff, also das Bioethanol. Dieser ist in Flaschen oder Kanistern im Handel erhältlich. Die Preise für Bioethanol liegen je nach Reinheitsgrad und Abnahmemenge etwa zwischen 2 und 4 Euro pro Liter. Ein Liter Bioethanol brennt in einem durchschnittlichen Biokamin etwa 3 bis 5 Stunden, abhängig vom Modell und der Flammengröße (große, offene Brenner verbrauchen tendenziell mehr pro Stunde als kleinere Brenner). Daraus ergeben sich grob geschätzte Brennstoffkosten von 0,5 bis 1,5 Euro pro Betriebsstunde. Zum Vergleich: Das Heizen mit Holz kann – je nach Holzpreis – günstiger sein, insbesondere wenn man preiswertes Scheitholz zur Verfügung hat. Allerdings darf man nicht vergessen, dass Biokamine meist nicht als primäre Heizquelle dienen, sondern für Stimmung und Zusatzwärme eingesetzt werden. Das heißt, die Betriebsstunden pro Jahr bleiben überschaubar (viele nutzen sie an kühlen Abenden oder zu besonderen Gelegenheiten). Die absolut anfallenden Brennstoffkosten bleiben dadurch moderat und liegen für gelegentliche Nutzung im Monat oft im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Euro-Bereich. Neben dem Brennstoff schlagen keine weiteren regelmäßigen Kosten zu Buche: Es gibt keinen Stromverbrauch (anders als ein Elektrokamin mit Heizlüfter), keine Schornsteinfegergebühren (die bei einem Holzkamin jährlich anfallen würden) und keine Ausgaben für Anzündholz, Feuerzeugbenzin, Reinigungsmittel für verrußte Scheiben o.Ä. Auch Versicherungskosten ändern sich in der Regel nicht, da Biokamine oft nicht als feuerstättepflichtige Anlagen gelten – man sollte dies im Einzelfall aber mit der Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung klären.

Wirtschaftlichkeit im Vergleich: Wenn man rein die Heizkosten pro erzeugter Wärmemenge betrachtet, schneidet der Biokamin gegenüber etablierten Heizformen eher schlechter ab. Holz, Gas oder Wärmepumpenstrom liefern pro Euro mehr nutzbare Wärme als Ethanol. Deshalb wäre es unwirtschaftlich, einen Biokamin als Hauptheizung zu betreiben oder ihn viele Stunden täglich laufen zu lassen. Dafür ist er nicht konzipiert und dafür sind die Brennstoffkosten zu hoch. Seine Stärken liegen in der gelegentlichen Nutzung: Betrachtet man die Gesamtwirtschaftlichkeit unter dem Aspekt Ambiente schaffen bei minimalem Aufwand, ist der Biokamin durchaus attraktiv. Man erzielt ohne teure Infrastrukturinvestition das gewünschte Kaminfeeling und zahlt nur, wenn man ihn tatsächlich benutzt. Zudem geht praktisch keine Wärme ungenutzt verloren, da keine Abgase durch einen Schornstein entweichen – die Effizienz der direkten Wärmenutzung ist also hoch, was den höheren Brennstoffpreis teilweise relativiert. Die Pflege und Wartung ist ebenfalls kostengünstig: Ein Biokamin muss nicht regelmäßig gewartet werden, es gibt keine Ascheentsorgung oder Rußentfernung, und Verschleißteile sind kaum vorhanden (gelegentlich müssen vielleicht Keramikwolle-Einsätze im Brenner ersetzt werden, falls vorhanden, oder Dichtungen geprüft werden, aber das ist selten und günstig). Zusammengefasst lässt sich sagen: Für den Zweck, den Biokamine erfüllen sollen – dekoratives Feuer und etwas Zusatzwärme – sind die Kosten überschaubar und rechtfertigen sich durch die eingesparten Investitionen und Wartungsaufwände eines klassischen Kamins. Wer allerdings primär auf der Suche nach einer günstigen Heizalternative ist, wird mit einem Biokamin nicht glücklich, da andere Systeme pro Kilowattstunde deutlich preiswerter sind.

Design und flexible Aufstellung

Vielfalt an Modellen: Biokamine erfreuen sich in den letzten Jahren großer Beliebtheit, was zu einer enormen Designvielfalt geführt hat. Hersteller bieten Modelle in allen erdenklichen Stilrichtungen an. Vom klassischen Kamin-Design mit Holzdekor oder nostalgischem Kaminsims über puristische Modern-Look Geräte aus Glas und Edelstahl bis hin zu avantgardistischen Designerstücken ist alles verfügbar. Ebenso gibt es verschiedene Bauformen: Klassische Standkamine, die an eine traditionelle Feuerstelle erinnern, kompakte Tischkamine für den Wohnzimmertisch oder die Terrasse, Wandkamine zum Aufhängen wie ein Bild, sowie Einbau-Biokamine, die in Möbel oder Wände integriert werden können. Einige Modelle sind als elegante Raumteiler konzipiert, die von zwei Seiten einsehbar sind und so mitten im Raum ein Highlight setzen. Andere sind transportable Feuerschalen oder Säulen, die man bei Bedarf umstellen kann. Diese Vielfalt an Größen und Formen ermöglicht es, für nahezu jeden Geschmack und Einrichtungsstil den passenden Biokamin zu finden.

Integration in moderne Wohnkonzepte: Dank ihrer Unabhängigkeit von Schornstein und Gasanschluss lassen sich Biokamine sehr flexibel in Wohnräume integrieren. In modernen offenen Wohnkonzepten, wo Küche, Ess- und Wohnbereich ineinander übergehen, kann ein freistehender Biokamin zum zentralen Blickfang werden, ohne dass eine aufsteigende Abgasführung die Raumgestaltung stört. In minimalistisch oder industriell gestalteten Lofts fügt sich beispielsweise ein schlichtes Modell aus Glas und Beton harmonisch ein. Auch in kleineren Apartments kann man einen Wand-Biokamin anbringen, da er meist nur wenige Zentimeter Tiefe hat und keinen Bodenplatz beansprucht. Architektonisch anspruchsvolle Lösungen wie eingelassene Bodenfeuer oder eingebaute Wandnischen mit Bioethanol-Flammen sind ebenfalls realisierbar, da lediglich ein sicherer Einbau und Hitzeschutz benötigt werden, aber keine Abluft-Abführung. Ein Biokamin kann so geplant werden, dass er sich im ausgeschalteten Zustand dezent zurücknimmt und im Betrieb zum stimmungsvollen Mittelpunkt wird. Selbst in Häusern mit vorhandener Fußbodenheizung oder zentraler Warmwasserheizung, wo kein konventioneller Kamin vorgesehen war, lässt sich nachträglich mit einem Biokamin echtes Flammenspiel ins Wohnkonzept integrieren – ganz ohne umfangreiche Umbauten.

Flexibilität der Aufstellung: Einer der größten Pluspunkte des Biokamins ist die freie Wahl des Standortes. Weil weder Kaminzug noch Stromanschluss nötig sind, ist man bei der Platzierung fast unbegrenzt flexibel. Man kann den Biokamin bei Bedarf umstellen, renovierungsfreundlich auch mal in einen anderen Raum mitnehmen oder bei einem Umzug problemlos transportieren. Viele Modelle sind mobil genug, um sie saisonal drinnen oder draußen einzusetzen: Im Winter vielleicht im Wohnzimmer, im Sommer auf der überdachten Terrasse für lange Abende im Freien. Durch das Fehlen einer festen Installation sind Biokamine auch ideal für Mietobjekte – sie hinterlassen keine bleibenden Spuren und können ohne Rücksprache mit dem Vermieter betrieben werden (ein Holzkamin oder Gaskamin wäre hier in der Regel nicht gestattet). Die Aufstellung erfordert lediglich einen festen, sicheren Untergrund; sollte kein ebenmäßiger Boden vorhanden sein, kann eine feuerfeste Bodenplatte aus Glas oder Metall helfen, den Kamin stabil zu positionieren. Innenraumgestalter schätzen diese Flexibilität ebenfalls: Ein Biokamin kann nach Belieben umgruppiert oder in wechselnden Kontexten inszeniert werden, je nachdem, wie sich der Wohnraum im Laufe der Zeit verändert. Diese Mobilität hebt Biokamine deutlich von fest verbauten Feuerstätten ab, die einmal an Ort und Stelle bleiben. Dennoch sollte man auch bei aller Mobilität stets daran denken, den neuen Standort mit Bedacht zu wählen – wie im Sicherheitskapitel beschrieben, sollten Umfeld und Untergrund geeignet sein. Insgesamt eröffnet die flexible Aufstellungsmöglichkeit jedoch kreative Freiheiten: Ob als romantisches Feuer beim Dinner auf dem Balkon oder als Highlight im Wohnzimmer zur Weihnachtszeit – der Biokamin passt sich den Bedürfnissen an, ohne dass man seine Wohnung dafür umbauen muss.

Design und Atmosphäre: Neben praktischen Aspekten spielt natürlich auch die ästhetische Wirkung eine große Rolle. Biokamine bieten echtes Feuer, dessen Flammenbild je nach Modell von züngelnd klein bis imposant breit variieren kann. Anders als beim Elektrokamin ist die Flammenoptik authentisch, mit lebendig tanzenden gelb-orangen (manchmal bläulichen) Flammen, was für eine behagliche Atmosphäre sorgt. Viele Biokamine erlauben es, Dekorationselemente wie keramische Holzscheit-Imitate, Kieselsteine oder Glasscherben im Brennraum zu arrangieren, um die Optik eines echten Kamins zu verstärken. Dadurch lassen sie sich stilistisch weiter personalisieren – etwa rustikal mit künstlichen Holzscheiten in einem Modell mit Holzrahmen, oder futuristisch mit weißen Kieselsteinen in einem puristischen Glas-Metall-Korpus. In modernen Wohnkonzepten werden Biokamine oft gezielt als Design-Element eingesetzt: Tagsüber fungieren sie als skulpturales Möbelstück, abends verwandeln sie den Raum mit warmem Lichtspiel. Auch ohne Flamme können hochwertige Modelle dank edler Materialien und formschönem Design ein Raum verschönern. Zusammenfassend bieten Biokamine eine gelungene Kombination aus ästhetischer Vielfalt und gestalterischer Flexibilität – ein Grund, warum sie in zeitgenössischen Wohnmagazinen und Architekturkonzepten immer wieder auftauchen.

Biokamine haben sich als moderne Alternative zu klassischen Kaminen etabliert, indem sie die Faszination echten Feuers für nahezu jeden Haushalt verfügbar machen. Ihre Umweltbilanz ist durch den Einsatz von Bioethanol positiv, zumindest was lokale Emissionen und erneuerbare Energiequellen betrifft, auch wenn man auf ausreichende Lüftung achten muss. In puncto Sicherheit erfordern sie einen verantwortungsvollen Umgang – ähnlich wie jede offene Flamme – bieten aber bei Beachtung aller Regeln eine ebenso sichere Handhabung wie andere Feuerstellen. Die Kosten halten sich für den vorgesehenen Zweck in Grenzen: Geringe Anschaffungskosten und moderater Brennstoffverbrauch machen Biokamine attraktiv für jene, die ohne großen Aufwand Kaminflair genießen möchten (ohne jedoch eine echte Heizlösung zu erwarten). Und in Sachen Design und Aufstellungsort spielen Biokamine ihre Stärken voll aus: Sie sind flexibel, vielseitig und stilvoll inszenierbar, was ihnen in modernen Wohnkonzepten einen festen Platz verschafft. Trotz aller Vorteile sollte man Biokamine stets als dekorative Zusatzfeuerstätte verstehen – sie ersetzen keinen vollwertigen Heizkamin, bereichern aber das Wohnambiente um ein stimmungsvolles Element. Mit diesem Bewusstsein eingesetzt, verbinden Biokamine auf gelungene Weise Gemütlichkeit, zeitgemäße Technologie und gestalterische Freiheit in unseren Wohnräumen.

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