Jeremias EW-FU – einwandiges Edelstahl-Abgassystem
Jeremias EW-FU ist ein einwandiges Edelstahl-Abgassystem für die Sanierung vorhandener Schornsteine und weitere geeignete Innenanwendungen. Das System besteht standardmäßig aus Edelstahl 1.4404 beziehungsweise 1.4571 mit 0,6 mm Wandstärke und wird über eine Muffe-/Sicke-Steckverbindung zusammengesetzt.
Anders als bei einem doppelwandigen Edelstahlschornstein besitzt EW-FU keinen fest integrierten Außenmantel mit Wärmedämmung. Dadurch eignet sich das System besonders für vorhandene Schornsteinschächte und Anwendungen, bei denen ein einwandiges Abgasrohr benötigt wird.
EW-FU für die Schornsteinsanierung
Ein zentraler Einsatzbereich von Jeremias EW-FU ist die Modernisierung bestehender Schornsteine. Dabei können Edelstahlrohre innerhalb eines vorhandenen gemauerten Schornsteins eingesetzt werden, um die Abgasführung an eine neue oder veränderte Feuerstätte anzupassen.
Ein einwandiges System eignet sich deshalb besonders dann, wenn bereits ein geeigneter Schornsteinschacht vorhanden ist und kein neuer doppelwandiger Außenschornstein benötigt wird.
Welche Nennweite und welche Komponenten erforderlich sind, hängt vom vorhandenen Schacht, der Feuerstätte und der berechneten Abgasführung ab.
Für welche Feuerstätten eignet sich Jeremias EW-FU?
Jeremias führt EW-FU für Öl-, Gas- und Festbrennstofffeuerstätten. Je nach konkreter Systemklassifizierung sind Temperaturklassen bis T600 im Unterdruckbetrieb möglich. Der Hersteller führt sowohl Klassifizierungen für trockene als auch für feuchte Betriebsweise.
Für Festbrennstoffanwendungen wird EW-FU ebenfalls als geeignetes System geführt. Abhängig von der jeweiligen Ausführung kann es rußbrandbeständig oder feuchteunempfindlich ausgelegt sein.
Ob EW-FU zu einer konkreten Feuerstätte passt, muss deshalb anhand der jeweiligen Systemklassifizierung, Nennweite und Anlagenplanung beurteilt werden.
0,6 mm Edelstahl und 80 bis 600 mm Innendurchmesser
EW-FU besteht standardmäßig aus Edelstahl 1.4404 beziehungsweise 1.4571. Die Wandstärke beträgt 0,6 mm. Als Standardprogramm nennt Jeremias Innendurchmesser von 80 bis 600 mm; weitere Ausführungen können projektabhängig verfügbar sein.
Die Oberfläche wird standardmäßig matt ausgeführt. Weitere Werkstoffe können abhängig von der Anwendung verfügbar sein.
Welche Nennweiten und Ausführungen tatsächlich bei einem bestimmten Bauteil angeboten werden, richtet sich nach der jeweiligen Produktvariante.
Muffe-/Sicke-Steckverbindung und optionale Dämmung
Die EW-FU-Bauteile werden über eine Muffe-/Sicke-Steckverbindung miteinander verbunden. Dadurch lassen sich Längenelemente, Bögen, Revisionen, Anschlüsse und weitere Komponenten innerhalb derselben Systemreihe kombinieren.
Eine feste Wärmedämmung gehört nicht zum grundsätzlichen einwandigen Aufbau. Jeremias sieht jedoch für geeignete Anwendungen eine optionale Dämmung mit Dämmschalen vor.
Bei Erweiterungen oder Reparaturen sollte nicht allein auf die Nennweite geachtet werden. Das jeweilige Bauteil muss für die Systemreihe EW-FU vorgesehen sein.
EW-FU als Schornsteinsystem und Verbindungsleitung
Jeremias führt EW-FU sowohl als Abgassystem nach DIN EN 1856-1 als auch in einer separaten Ausführung als Verbindungsleitung nach DIN EN 1856-2. Für beide Anwendungen gelten jeweils eigene CE-Klassifizierungen und technische Anforderungen.
Damit kann das System abhängig von der Planung sowohl innerhalb eines vorhandenen Schornsteins als auch für geeignete Verbindungsleitungen zwischen Feuerstätte und Schornstein eingesetzt werden.
Bei offen geführten Verbindungsleitungen sind insbesondere die vorgeschriebenen Abstände zu brennbaren Bauteilen und die konkrete Herstellerklassifizierung zu berücksichtigen.
Jeremias EW-FU passend zum Projekt auswählen
Vor der Bestellung sollten Feuerstätte, Brennstoff, benötigte Nennweite, bestehender Schornsteinschacht und Verlauf der Abgasleitung feststehen.
Anschließend können passende Längenelemente, Bögen, Anschlüsse, Revisionselemente, Grundplatten, Mündungsbauteile und weiteres Zubehör innerhalb des EW-FU-Systems ausgewählt werden.
Bei einer Schornsteinsanierung sollte außerdem geprüft werden, ob Querschnitt, Zustand und Verlauf des vorhandenen Schachts zur geplanten Anlage passen. Die endgültige Systemauslegung richtet sich deshalb immer nach Feuerstätte und baulicher Situation.


















































