Edelstahl-Schornsteinrohre als Längenelemente im Schornsteinsystem
Edelstahl-Schornsteinrohre bilden die geraden Längenelemente eines modular aufgebauten Edelstahlschornsteins. Mehrere Rohrsegmente werden miteinander verbunden, um die benötigte Schornsteinhöhe zu erreichen. Je nach System stehen unterschiedliche Längen und Nennweiten zur Verfügung, sodass sich der Verlauf an Gebäude, Feuerstätte und bereits vorhandene Komponenten anpassen lässt.
Ein einzelnes Schornsteinrohr sollte dabei nicht unabhängig vom restlichen System ausgewählt werden. Steckverbindung, Außendurchmesser, Dämmstärke und weitere konstruktive Details unterscheiden sich zwischen Herstellern und Systemreihen. Entscheidend ist deshalb, dass das Längenelement technisch zum bestehenden beziehungsweise geplanten Edelstahlschornstein passt.
Einwandige oder doppelwandige Schornsteinrohre auswählen
Einwandige Edelstahl-Schornsteinrohre bestehen aus einem einzelnen Edelstahlmantel. Sie werden unter anderem innerhalb geeigneter Schornsteinschächte und bei Sanierungsanwendungen eingesetzt. Ofenerlebnis führt beispielsweise einwandige Längenelemente aus dem EKA-Complex-E-System, das für kompakte Abgasführungen ohne integrierte Dämmung ausgelegt ist.
Doppelwandige Schornsteinrohre besitzen dagegen ein Innenrohr, eine Dämmung und einen Außenmantel. Sie bilden die geraden Segmente eines gedämmten Edelstahlschornsteins und können beispielsweise bei einer Außenführung eingesetzt werden. Je nach System unterscheiden sich Dämmstärke, Verbindungstechnik und Außendurchmesser.
Für die Auswahl eines einzelnen Rohres ist deshalb nicht die Bauart allein entscheidend. Das Element muss zur Systemreihe passen, mit der der restliche Schornstein aufgebaut ist.
Welche Länge sollte ein Schornsteinrohr haben?
Schornsteinrohre werden in unterschiedlichen Längen angeboten. Häufig kommen längere Elemente für gerade Strecken zum Einsatz, während kürzere Rohrsegmente genutzt werden, um die Gesamthöhe genauer an das Gebäude anzupassen. Im Markt finden sich beispielsweise Längen um 250, 500 und 1000 mm; bei EKA werden je nach System unter anderem 360, 540 und 1080 mm angeboten.
Eine sinnvolle Kombination besteht häufig darin, den größten Teil der benötigten Höhe mit langen Elementen aufzubauen und anschließend mit kürzeren Segmenten anzupassen. Dadurch müssen nicht unnötig viele Steckverbindungen eingesetzt werden.
Die tatsächlich erforderliche Gesamtlänge hängt jedoch von der vollständigen Schornsteinplanung ab. Anschlussposition, Dach, Mündungshöhe und andere Systembauteile müssen in die Berechnung einbezogen werden.
Warum Nennlänge und wirksame Länge unterschiedlich sein können
Die Produktbezeichnung eines Schornsteinrohres gibt nicht immer die Länge an, um die der fertige Schornstein tatsächlich höher wird. Bei Stecksystemen greift ein Teil des Rohres in das benachbarte Element ein. Dieser Bereich steht anschließend nicht mehr als zusätzliche Bauhöhe zur Verfügung.
Ein Beispiel zeigt den Unterschied besonders deutlich: Bei einem doppelwandigen EKA-Rohr mit 1000 mm Höhe werden 940 mm als wirksame Länge angegeben. Die Steckmuffe nimmt also einen Teil der nominellen Länge auf.
Wer mehrere Rohrsegmente benötigt, sollte deshalb mit der jeweiligen Nutz- beziehungsweise wirksamen Länge des konkreten Systems rechnen und nicht einfach die Produktlängen addieren. Das verhindert, dass der fertige Schornstein am Ende niedriger ausfällt als geplant.
Welcher Durchmesser passt zum Schornsteinsystem?
Schornsteinrohre werden in unterschiedlichen Nennweiten angeboten. Dabei bezeichnet die Nennweite üblicherweise den freien Innenquerschnitt beziehungsweise Innendurchmesser. Bei doppelwandigen Elementen fällt der tatsächliche Außendurchmesser aufgrund von Dämmung und Außenmantel entsprechend größer aus.
Welche Nennweite benötigt wird, richtet sich nach der Feuerstätte und der Auslegung der gesamten Abgasanlage. Ein verbreiteter Durchmesser wie 150 mm ist deshalb keine allgemeine Empfehlung. Auch ein Ersatz- oder Verlängerungsrohr muss exakt zur Nennweite und zur Systemreihe der vorhandenen Komponenten passen.
Bei doppelwandigen EKA-Rohren werden je nach Produkt beispielsweise verschiedene Innendurchmesser angeboten; gleichzeitig unterscheiden sich die Außenmaße durch den Systemaufbau.
Schornsteinrohre verlängern, austauschen und kombinieren
Modular aufgebaute Edelstahlschornsteine lassen sich grundsätzlich durch zusätzliche passende Längenelemente ergänzen. Das kann beispielsweise erforderlich sein, wenn sich bei der Planung eine größere Schornsteinhöhe ergibt oder eine bestehende Anlage systemgerecht erweitert werden soll.
Auch beschädigte oder nicht passende Segmente können innerhalb eines modularen Systems ersetzt werden. Entscheidend ist dabei, dass Bauart, Nennweite und Verbindungstechnik mit den übrigen Komponenten übereinstimmen.
Bei der Kombination verschiedener Längen sollte außerdem berücksichtigt werden, wie viele Steckverbindungen entstehen. Lange Elemente eignen sich für größere gerade Abschnitte, kürzere Rohrsegmente für die feinere Anpassung der Gesamthöhe.
Warum Schornsteinrohre immer zum gleichen System gehören müssen
Ähnlich aussehende Edelstahlrohre sind nicht automatisch miteinander kompatibel. Hersteller verwenden unterschiedliche Muffentiefen, Verbindungsprofile, Klemmbänder, Dämmstärken und Außenmaße.
Deshalb sollte ein zusätzliches oder auszutauschendes Schornsteinrohr immer anhand des vorhandenen Systems ausgewählt werden. Hersteller, Systembezeichnung, Nennweite und Bauart müssen eindeutig feststehen. Ein Rohr allein nach Durchmesser und Länge auszuwählen, reicht nicht aus.
Gerade bei bestehenden Anlagen ist es deshalb sinnvoll, die Systembezeichnung vor der Bestellung zu prüfen. So bleibt sichergestellt, dass Steckverbindung, Befestigung und konstruktiver Aufbau mit den vorhandenen Bauteilen zusammenpassen.
































































