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Ein Kaminofen ist eine geschlossene Feuerstätte, die mit Holz oder Holzbriketts betrieben wird und sowohl zur Raumbeheizung als auch als sichtbare Feuerquelle dient. Im Gegensatz zum offenen Kamin arbeitet ein Kaminofen kontrolliert und effizient, da Verbrennungsluft gezielt zugeführt und die Wärme über den Ofenkörper an den Raum abgegeben wird.
Moderne Kaminöfen sind in vielen unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Sie unterscheiden sich unter anderem in ihrer Nennleistung, der Bauform, den verwendeten Materialien sowie in der technischen Ausstattung. Die Leistung eines Kaminofens wird in Kilowatt angegeben und sollte immer zur Raumgröße und zur Gebäudesituation passen. Zu hohe Leistungen führen schnell zu Überhitzung, zu geringe Leistungen zu unzureichender Wärme.
Auch die Bauform spielt eine Rolle. Ob rund, eckig, kompakt oder als Panorama-Ausführung – die äußere Gestaltung beeinflusst nicht nur die Optik, sondern auch die Art der Wärmeabgabe. Materialien wie Stahl, Gusseisen oder Speckstein wirken sich zusätzlich auf das Speicherverhalten und die Wärmeabstrahlung aus.
Technisch bieten Kaminöfen heute zahlreiche Möglichkeiten, etwa raumluftunabhängigen Betrieb, drehbare Feuerraumkonstruktionen oder integrierte Backfächer. Für spezielle Anforderungen stehen außerdem wasserführende Varianten zur Verfügung, die in bestehende Heizsysteme eingebunden werden können.
Die große Auswahl an Kaminöfen ermöglicht es, Funktion, Heizleistung und Gestaltung gezielt auf die jeweilige Wohnsituation abzustimmen. Entscheidend ist dabei weniger ein einzelnes Merkmal, sondern das Zusammenspiel aus Leistung, Bauweise und Nutzungskonzept.
Warum ein Kaminofen eine sinnvolle Ergänzung sein kann
- Ergänzung oder Alternative zur bestehenden Heizlösung
- Direkte, schnell verfügbare Wärme ohne lange Aufheizzeiten
- Bessere Steuerbarkeit der Heizkosten
- Nutzung nachwachsender Brennstoffe
- Geringere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und Strompreisen
- Möglichkeit zur teilweisen oder vollständigen Eigenversorgung
Die Vorteile auf einen Blick
- direkte Wärmeabgabe
- Betrieb ohne Strom
- entlastet die Heizkosten
- flexibel planbar und montierbar
- überschaubare Anschaffungskosten
Welche Kaminöfen dürfen ab dem Jahr 2025 noch betrieben werden?
Ab dem 1. Januar 2025 müssen Kaminöfen – mit wenigen Ausnahmen – die Grenzwerte der BImSchV Stufe 2 einhalten. Entscheidend ist, ob ein Kaminofen die aktuell geltenden Emissionsgrenzwerte erfüllt. Moderne Geräte sind davon grundsätzlich nicht betroffen und entsprechen bereits den gesetzlichen Vorgaben.
Relevant wird das Thema vor allem bei älteren Kaminöfen. Hier lohnt sich ein kurzer Blick auf Typenschild, Prüfnummer oder Unterlagen. Ob Nachrüstung möglich ist oder ein Austausch sinnvoll wäre, lässt sich in den meisten Fällen unkompliziert klären.
Sie möchten sich mit dem Thema näher befassen oder einzelne Aspekte genauer nachlesen? In unserem Kaminofen Ratgeber haben wir dazu passende Beiträge für Sie zusammengestellt:
Kaminofen nach Brennstoff wählen
Die Wahl des richtigen Brennstoffs hat direkten Einfluss auf Emissionen, Wirkungsgrad und den regelkonformen Betrieb eines Kaminofens. Unabhängig vom Baujahr des Ofens dürfen nur zugelassene Brennstoffe verwendet werden, die den Vorgaben der Bundes-Immissionsschutzverordnung entsprechen.
Zulässige Brennstoffe
- Scheitholz
Naturbelassenes, unbehandeltes Holz ist der gängigste Brennstoff für Kaminöfen. Wichtig ist ein ausreichend niedriger Feuchtigkeitsgehalt, da nur trockenes Holz sauber und emissionsarm verbrennt. - Holzbriketts
Gepresste Briketts aus naturbelassenem Holz sind ebenfalls zulässig. Sie besitzen einen gleichmäßigen Brennwert und eignen sich besonders für einen kontrollierten Abbrand. - Holzpellets
Pellets kommen ausschließlich in dafür vorgesehenen Pelletöfen oder Kombigeräten zum Einsatz. In klassischen Kaminöfen sind sie nicht geeignet. - Kohle und Braunkohlebriketts
Diese Brennstoffe sind rechtlich weiterhin erlaubt, jedoch nur in Kaminöfen, die ausdrücklich für deren Verwendung zugelassen sind. Aufgrund höherer Emissionen und zunehmender Einschränkungen verlieren sie jedoch an Bedeutung.
Nicht geeignete Brennstoffe
- Behandeltes, lackiertes oder beschichtetes Holz
- Spanplatten, Möbelreste oder Bauholz
- Papier, Kartonagen oder Verpackungsmaterial
- Hausmüll, Kunststoffe oder sonstige Abfälle
Das Verbrennen ungeeigneter Materialien ist unzulässig und kann zu erhöhten Emissionen, Schäden am Kaminofen sowie rechtlichen Konsequenzen führen.
Hinweis zur Praxis
Ein sauberer und effizienter Betrieb hängt nicht nur vom Kaminofen selbst ab, sondern auch vom verwendeten Brennstoff. Trockenes, hochwertiges Holz reduziert Emissionen, schont den Ofen und trägt dazu bei, die gesetzlichen Grenzwerte dauerhaft einzuhalten.
Brennstoff im Detail
Weiterführende Informationen zu Holzarten, Brennstoffformen und deren Einsatz im Kaminofen finden Sie in unseren Ratgeberartikeln:
Hinweis:
Rußbildung oder Rauchentwicklung stehen häufig im Zusammenhang mit ungeeignetem Brennstoff oder fehlerhafter Verbrennung. Mögliche Ursachen und Zusammenhänge erläutern wir hier:
Kaminofen-Vergleich: Beliebte Modelle im Überblick
Die Auswahl des passenden Kaminofens hängt vor allem von der benötigten Heizleistung, der Raumgröße und den praktischen Ausstattungsmerkmalen ab. Der folgende Vergleich stellt drei beliebte Modelle gegenüber, die sich klar in ihrer Leistung und ihrem Einsatzbereich unterscheiden. Er zeigt, welches Gerät für kleinere Wohnräume ausgelegt ist, welche Modelle auch größere Raumvolumen abdecken und welche funktionalen Besonderheiten – etwa Sichtscheiben, Konvektionsprinzip oder zusätzliche Stauraumlösungen – eine Rolle spielen. So lässt sich auf einen Blick einschätzen, welcher Kaminofen technisch und räumlich zu den eigenen Anforderungen passt.
7 kW
4 kW
5 kW
8 kW
bis 148 m³
bis 88 m³
bis 105 m³
bis 186 m³
Keramikverkleidung, Warmhalte- & Holzfach, Scheibenspülung
Große Sichtscheibe, Warmhaltefach, Raumluftunabhängig
Panoramascheibe, Effiziente Konvektion, Robuste Bauweise
Wasserführend, Heizungsunterstützung, robuste Stahlkonstruktion
Kaminofen nach Leistung wählen
Die passende Heizleistung eines Kaminofens richtet sich nach dem Raumvolumen, dem Gebäudestandard und der Nutzung. Eine zu hohe Leistung kann den Raum überheizen, eine zu geringe Leistung reicht oft nicht aus.
Zur groben Orientierung gelten folgende Richtwerte (bezogen auf das Raumvolumen):
- Gut gedämmte Neubauten: ca. 0,04 kW pro m³
- Standardbauten: ca. 0,06 kW pro m³
- Ältere, unsanierte Gebäude: ca. 0,08–0,1 kW pro m³
Ein Wohnraum mit etwa 30 m² Fläche und normaler Deckenhöhe liegt häufig im Bereich von 6–7 kW, abhängig vom Gebäudezustand.
Bei raumluftabhängigen Kaminöfen ist zusätzlich das vorgeschriebene Mindest-Raumvolumen für die Verbrennungsluft zu beachten.
Zur besseren Übersicht finden Sie passende Modelle bei uns nach Heizleistung sortiert:
So lassen sich gezielt Kaminöfen vergleichen, die zum Raumvolumen und zum tatsächlichen Wärmebedarf passen. Die genannten Richtwerte dienen ausschließlich der Vorauswahl. Eine verbindliche Auslegung sollte immer individuell erfolgen, idealerweise in Abstimmung mit einem Fachbetrieb oder dem zuständigen Schornsteinfeger.
Wenn Sie tiefer in das Thema einsteigen möchten, finden Sie in unseren Ratgeberartikeln ausführliche Informationen:
Kaminofen-Typen im Vergleich
Nicht jeder Kaminofen funktioniert gleich. Je nach Bauart, Heizprinzip und Ausstattung unterscheiden sich Wärmeverhalten, Einsatzbereich und Nutzen deutlich. In der folgenden Übersicht stellen wir gängige Kaminofen-Typen gegenüber und zeigen, worin ihre typischen Merkmale liegen und für welche Wohnsituationen sie jeweils sinnvoll sind. So lässt sich schneller einschätzen, welcher Ofentyp zu den eigenen Anforderungen passt.
gleichmäßiger Abbrand über lange Zeit
Konvektions- und Strahlungswärme mit Fokus auf Feueransicht
Wärmeabgabe an Raum und Heizsystem
Strahlungs- und Konvektionswärme
konstant, ruhig
schnelle Wärme, starke Feuerpräsenz
gleichmäßig, systemunterstützend
flexibel, zonenabhängig
für regelmäßigen Heizbetrieb ausgelegt
breite Sichtscheibe, offene Raumwirkung
Heizungsunterstützung möglich
Feuerblick aus mehreren Richtungen
Wohnräume mit dauerhaftem Heizbedarf
große Räume, offene Wohnkonzepte
Einfamilienhäuser, ganze Etagen
offene Grundrisse, mehrere Aufenthaltsbereiche
Materialwahl bei Kaminöfen: Stahl, Gusseisen oder Naturstein?
Das Material eines Kaminofens beeinflusst sowohl die Optik als auch das Wärmeverhalten. Je nach Wohnsituation und Heizbedarf eignen sich unterschiedliche Materialien.
Stahl
Leichte Bauweise und schnelle Wärmeabgabe. Geeignet für Räume, in denen kurzfristig Wärme benötigt wird. Modernes, reduziertes Erscheinungsbild.
Gusseisen
Massiv und robust. Speichert Wärme besser als Stahl und gibt sie gleichmäßig ab. Ideal für regelmäßigen Heizbetrieb.
Naturstein (z. B. Speckstein oder Sandstein)
Hohe Speichermasse mit langanhaltender Wärmeabgabe. Natürliche Optik, geeignet für längeren Heizbedarf.
Kaminöfen nach Einrichtungsstil und Wohnkonzept - Was passt zu Ihnen?
Modern & zeitlos
Klare Linien, reduzierte Formen und eine ruhige Gestaltung prägen moderne Wohnkonzepte. Kaminöfen in diesem Stil fügen sich unaufdringlich in den Raum ein und wirken bewusst zurückhaltend. Der Fokus liegt auf zeitlosem Design, klarer Formensprache und einer ausgewogenen Kombination aus Funktion und Optik.
Passende Marken:
Skandinavischer Wohnstil
Helle Räume, natürliche Materialien und funktionale Gestaltung stehen hier im Vordergrund. Kaminöfen für den skandinavischen Wohnstil sind schlicht, gut proportioniert und auf Alltagstauglichkeit ausgelegt. Sie unterstützen eine ruhige Raumwirkung und fügen sich harmonisch in reduzierte Wohnkonzepte ein.
Passende Marken:
Industrie-Stil
Der Industrie-Stil setzt auf markante Materialien, klare Kanten und eine technisch geprägte Optik. Kaminöfen dürfen hier bewusst präsent sein und wirken eher funktional als dekorativ. Stahl, reduzierte Formen und eine robuste Anmutung passen ideal in offene, urbane Wohnräume.
Passende Marken:
Klassisch & traditionell
Bewährte Formen, bodenständige Gestaltung und langlebige Technik kennzeichnen klassische Wohnstile. Kaminöfen in diesem Bereich wirken vertraut und funktional und stehen für solide Konstruktion statt modischer Experimente. Sie fügen sich harmonisch in traditionelle Wohnräume ein.
Passende Marken:
Technisch orientiertes Heizen
In manchen Wohnsituationen steht die Funktion stärker im Fokus als der Einrichtungsstil. Technisch orientierte Kaminöfen sind auf Effizienz, Regelbarkeit und Heizungsunterstützung ausgelegt. Sie eignen sich besonders für Haushalte, die ihren Kaminofen gezielt in ein Heizkonzept einbinden möchten.
Passende Marken:
FAQ: Häufige Fragen rund um Kaminöfen
Warum entscheiden sich viele Haushalte für einen Kaminofen?
Ein Kaminofen sorgt für schnelle, direkt spürbare Wärme und kann unabhängig von der Zentralheizung betrieben werden. Gerade in der Übergangszeit lässt sich so gezielt heizen, ohne das komplette Heizsystem zu nutzen. Zudem bietet das Heizen mit Holz eine flexible Ergänzung zu bestehenden Energieträgern.
Kann ein Kaminofen auch falsch dimensioniert sein?
Ja. Ein Kaminofen sollte weder zu groß noch zu klein gewählt werden. Ist die Leistung zu hoch, läuft der Ofen häufig im gedrosselten Betrieb, was Verbrennung und Effizienz beeinträchtigen kann. Eine realistische Einschätzung des Wärmebedarfs ist daher entscheidend.
Mit welchen Kosten sollte man bei einem Kaminofen rechnen?
Die Kosten hängen stark von Qualität, Ausstattung und Technik des Kaminofens ab. Zusätzlich spielen Anschluss, Zubehör und Einbau eine Rolle. Für eine realistische Planung sollten daher nicht nur der Ofenpreis, sondern die Gesamtkosten betrachtet werden.
Wann lohnt sich ein wasserführender Kaminofen?
Ein wasserführender Kaminofen kann sinnvoll sein, wenn er gezielt zur Unterstützung des Heizsystems eingesetzt wird. Ob sich diese Lösung lohnt, hängt unter anderem vom Gebäude, dem vorhandenen Heizkonzept und der geplanten Nutzung ab.
Woran erkennt man einen hochwertigen Kaminofen?
Ein hochwertiger Kaminofen zeichnet sich durch saubere Verbrennung, hochwertige Materialien und eine solide Verarbeitung aus. Auch Effizienz, Alltagstauglichkeit und langfristige Ersatzteilverfügbarkeit spielen eine wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung.