Grundplatten & Schornsteinfüße

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Grundplatten und Schornsteinfüße als tragende Basis des Edelstahlschornsteins

Grundplatten und Schornsteinfüße bilden je nach Montageart einen tragenden beziehungsweise unterstützenden Bereich innerhalb eines Edelstahlschornsteins. Sie können den unteren Ausgangspunkt einer Anlage bilden, Lasten aufnehmen oder an definierten Stellen als zusätzliche Unterstützung innerhalb eines längeren Schornsteinverlaufs eingesetzt werden.

Welche Ausführung benötigt wird, hängt vom verwendeten Schornsteinsystem und vom geplanten Aufbau ab. Hersteller bieten dafür unterschiedliche Grundplatten, Zwischenstützen, Sockellösungen und höhenverstellbare Stützen an. Eine Grundplatte sollte deshalb nicht allein nach Nennweite oder äußerer Form ausgewählt werden. Systemreihe, Montageart, Lastaufnahme und vorgesehene Funktion müssen zusammenpassen.

Welche Aufgabe übernimmt eine Grundplatte am Edelstahlschornstein?

Eine Grundplatte bildet eine definierte Auflage- beziehungsweise Tragstelle innerhalb des Schornsteinsystems. Je nach Ausführung kann sie beispielsweise am unteren Beginn eines Schornsteinzuges, auf einer geeigneten Konsole oder als Zwischenunterstützung eingesetzt werden.

Herstellersysteme unterscheiden dabei mehrere Bauformen. Es gibt unter anderem Grundplatten für Sockelmontage, Grundplatten für Zwischenstützen und Ausführungen für Kaminerhöhungen. Damit wird deutlich, dass der Begriff Grundplatte keine einzige universelle Funktion bezeichnet.

Vor der Auswahl sollte deshalb feststehen, an welcher Stelle des Schornsteins die Platte eingesetzt wird und welche Last sie innerhalb des vorgesehenen Systemaufbaus übernehmen soll.

Was ist der Unterschied zwischen Grundplatte und Schornsteinfuß?

Eine Grundplatte bildet eine tragende beziehungsweise unterstützende Auflage innerhalb des Schornsteinsystems. Ein Schornsteinfuß beziehungsweise eine Stützkonstruktion schafft dagegen je nach System zusätzlich einen definierten Abstand zwischen Untergrund und Grundplatte oder ermöglicht eine höhenverstellbare Aufstellung.

Hersteller führen dafür beispielsweise Teleskopstützen, die mit einer passenden Grundplatte oder einem Teleskopkopf kombiniert werden. Solche Lösungen können sinnvoll sein, wenn der Schornstein nicht unmittelbar auf der vorhandenen Fläche beginnen soll oder die Montagehöhe an die bauliche Situation angepasst werden muss.

Grundplatte und Schornsteinfuß sollten deshalb nicht als zwei Bezeichnungen für dasselbe Bauteil verstanden werden. Je nach Aufbau können sie unterschiedliche Funktionen erfüllen oder gemeinsam Bestandteil einer Stützkonstruktion sein.

Wann wird eine Grundplatte mit Kondensatablauf benötigt?

Bei geeigneten Schornsteinsystemen können Grundplatten mit einem integrierten Kondensatablauf ausgestattet sein. Dieser ermöglicht es, innerhalb der Abgasanlage anfallende Feuchtigkeit beziehungsweise Kondensat an einer dafür vorgesehenen Stelle abzuleiten.

Hersteller bieten je nach System unterschiedliche Varianten an, beispielsweise mit Kondensatablauf nach unten oder zur Seite. Die konkrete Ausführung muss zur Systemreihe und zur vorgesehenen Einbausituation passen.

Ein Kondensatablauf sollte nicht pauschal mit einem normalen Wasserablauf gleichgesetzt werden. Wie anfallendes Kondensat behandelt beziehungsweise abgeführt werden darf, hängt von Anlage, Betriebsweise und örtlichen Anforderungen ab. Entscheidend ist deshalb die für das konkrete System vorgesehene Lösung.

Wann wird eine Zwischenstütze im Schornstein benötigt?

Bei längeren oder konstruktiv anspruchsvolleren Schornsteinaufbauten kann eine zusätzliche Lastabtragung innerhalb der Anlage erforderlich werden. Dafür führen Schornsteinsysteme spezielle Grundplatten beziehungsweise Bauteile für Zwischenstützen.

Eine Zwischenstütze unterbricht dabei nicht die Abgasführung, sondern schafft eine zusätzliche konstruktive Tragstelle. Dadurch können Lasten oberhalb dieser Position gezielt in eine dafür vorgesehene Gebäudekonstruktion beziehungsweise Stütze eingeleitet werden.

Ob und an welcher Stelle eine Zwischenstütze erforderlich ist, lässt sich nicht pauschal anhand einer bestimmten Meterzahl festlegen. Maßgeblich sind Systemstatik, Aufbauhöhe, Durchmesser, Montageart und Herstellervorgaben.

Sockelmontage, Wandmontage und Stützkonstruktion unterscheiden

Nicht jeder Edelstahlschornstein beginnt auf dieselbe Weise. Bei einer Sockelmontage kann eine dafür vorgesehene Grundplatte auf einer geeigneten tragfähigen Konstruktion beziehungsweise Aufstellfläche montiert werden. Bei einer wandgetragenen Anlage können dagegen Konsolen und die dazugehörige Grundplatte den unteren Tragbereich bilden.

Andere Einbausituationen erfordern eine Stützkonstruktion, beispielsweise wenn zwischen Untergrund und Beginn des Schornsteins ein definierter Höhenunterschied überbrückt werden muss. Dafür stehen je nach System Teleskop- oder andere Stützelemente zur Verfügung.

Die Montageart sollte deshalb vor der Auswahl der Grundplatte feststehen. Eine für eine Zwischenstütze vorgesehene Platte erfüllt eine andere Aufgabe als eine Grundplatte für Sockelmontage oder eine spezielle Kaminerhöhung.

Grundplatte und Schornsteinfuß passend zum System auswählen

Auch bei Grundplatten und Schornsteinfüßen reicht die Nennweite allein nicht aus, um die Kompatibilität sicherzustellen. Hersteller und Systemreihen unterscheiden sich bei Abmessungen, Verbindungstechnik, Lastaufnahme, Kondensatführung und vorgesehenen Montagearten.

Zusätzlich können innerhalb derselben Systemfamilie mehrere Grundplatten für unterschiedliche Aufgaben angeboten werden. Beispiele sind Varianten mit Kondensatablauf, Grundplatten für Zwischenstützen oder Ausführungen für eine Kaminerhöhung.

Vor der Bestellung sollten deshalb Hersteller, Systembezeichnung, Nennweite und geplante Montageart eindeutig feststehen. So lässt sich vermeiden, dass eine Grundplatte zwar zum Durchmesser passt, konstruktiv aber für eine andere Position oder Belastung vorgesehen ist.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Eine Grundplatte bildet je nach System eine tragende beziehungsweise unterstützende Stelle des Edelstahlschornsteins. Sie kann beispielsweise am unteren Beginn der Anlage, auf einer Konsole oder als Bestandteil einer Zwischenstütze eingesetzt werden.

Eine Grundplatte bildet eine definierte Auflage- oder Tragstelle im Schornsteinsystem. Ein Schornsteinfuß beziehungsweise eine Stützkonstruktion kann zusätzlich einen Abstand zum Untergrund herstellen oder eine höhenverstellbare Aufstellung ermöglichen. Je nach System können beide Bauteile miteinander kombiniert werden.

Eine Grundplatte mit Kondensatablauf besitzt einen dafür vorgesehenen Anschluss, über den innerhalb des Schornsteins anfallende Feuchtigkeit beziehungsweise Kondensat abgeführt werden kann. Je nach System gibt es beispielsweise Varianten mit seitlichem oder nach unten geführtem Ablauf.

Eine Grundplatte für eine Zwischenstütze kann eingesetzt werden, wenn innerhalb eines längeren oder konstruktiv anspruchsvolleren Schornsteinaufbaus eine zusätzliche Lastabtragung vorgesehen ist. Ob sie benötigt wird, richtet sich nach Systemstatik, Aufbau und Herstellervorgaben.

Nein. Grundplatten unterscheiden sich nach Hersteller, Systemreihe, Nennweite und vorgesehener Funktion. Eine Grundplatte für Sockelmontage kann beispielsweise konstruktiv anders ausgeführt sein als eine Variante für eine Zwischenstütze oder Kaminerhöhung.

Eine höhenverstellbare beziehungsweise teleskopierbare Stütze kann sinnvoll sein, wenn zwischen dem tragfähigen Untergrund und dem vorgesehenen Beginn des Schornsteins ein definierter Höhenunterschied überbrückt werden muss. Die zulässige Ausführung richtet sich nach dem verwendeten Schornsteinsystem.

Die Grundplatte muss zur Nennweite und zur konkreten Systemreihe des Edelstahlschornsteins passen. Die Nennweite allein genügt jedoch nicht zur Auswahl, da sich Grundplatten auch hinsichtlich Verbindung, Tragfunktion, Kondensatführung und Montageart unterscheiden können.