Jeremias DW-FU Schornstein für Kaminofen konfigurieren
Mit dem Jeremias DW-FU Schornstein für Kaminofen stellen Sie einen doppelwandigen Edelstahlschornstein für eine klassische Holz- beziehungsweise Festbrennstofffeuerstätte zusammen.
Jeremias führt DW-FU als geeignetes doppelwandiges Schornsteinsystem für Regelfeuerstätten mit Festbrennstoffen im Unterdruck. Dazu gehören auch klassische Kamin- und Holzöfen.
Im Konfigurator wählen Sie die zur Feuerstätte passende Nennweite, die geplante Schornsteinhöhe und den benötigten Wandabstand. Daraus werden die vorgesehenen DW-FU Systemkomponenten und der aktuelle Gesamtpreis zusammengestellt.
Die passende Nennweite sollte nicht allein anhand einer üblichen Standardgröße ausgewählt werden. Entscheidend sind die technischen Daten der Feuerstätte und die konkrete Schornsteinplanung.
Warum eignet sich DW-FU für klassische Kaminöfen?
Kaminöfen mit Scheitholz oder anderen zugelassenen Festbrennstoffen arbeiten typischerweise mit einem Schornstein im Unterdruckbetrieb. Der notwendige Förderdruck entsteht durch den natürlichen Schornsteinzug.
Jeremias gibt DW-FU für Regelfeuerstätten mit Öl, Gas und Festbrennstoffen im Unterdruck an. Für klassische Kamin- und Holzöfen ist vor allem die Eignung für Festbrennstoffe relevant.
Das System ist doppelwandig aufgebaut und besitzt zwischen Innen- und Außenrohr eine 32,5 mm starke mineralische Dämmung. Die einzelnen DW-FU Komponenten sind als zusammengehöriges Schornsteinsystem aufeinander abgestimmt.
Welche konkrete Nennweite und Schornsteinhöhe benötigt werden, muss dennoch zur jeweiligen Feuerstätte und Einbausituation passen.
Welche Angaben des Kaminofens sind für die Schornsteinplanung wichtig?
Für eine sinnvolle Schornsteinplanung reicht die reine Heizleistung eines Kaminofens nicht aus.
Zu den wichtigen technischen Angaben einer Feuerstätte gehören unter anderem die Nennwärmeleistung, der vorgesehene Brennstoff, die Abgastemperatur, der Abgasmassenstrom und der erforderliche Förderdruck.
Diese Werte finden sich je nach Hersteller in den technischen Unterlagen oder auf dem Typenschild beziehungsweise Datenblatt der Feuerstätte.
Zusätzlich spielen der Rauchrohranschluss, die geplante Schornsteinhöhe und der Verlauf der Abgasanlage eine Rolle.
Je vollständiger diese Daten vorliegen, desto zuverlässiger lässt sich beurteilen, welche Schornsteindimensionierung zur Feuerstätte passt.
Warum ist der Rauchrohrdurchmesser nicht automatisch die richtige Schornstein-Nennweite?
Der Durchmesser des Rauchrohranschlusses am Kaminofen ist ein wichtiger Ausgangspunkt, ersetzt aber keine vollständige Schornsteinberechnung.
Für die richtige Dimensionierung müssen Feuerstättendaten und Schornstein gemeinsam betrachtet werden. Abgastemperatur, Abgasmassenstrom, benötigter Förderdruck, wirksame Höhe und Verlauf der Abgasanlage beeinflussen die Strömungsverhältnisse im Schornstein.
Eine Feuerstätte mit einem Rauchrohranschluss von beispielsweise 150 mm bedeutet deshalb nicht automatisch, dass jede Anlage zwingend mit DN 150 ausgeführt werden muss.
Die Querschnittsberechnung einer Abgasanlage erfolgt fachlich nach den dafür vorgesehenen Berechnungsverfahren, beispielsweise nach EN 13384.
Im Konfigurator stehen die technisch unterstützten Nennweiten DN 130, DN 150, DN 160, DN 180 und DN 200 zur Auswahl.
Was bedeutet Unterdruck bei einem Kaminofen-Schornstein?
Bei einem klassischen Kaminofen wird die Abgasströmung in der Regel durch den natürlichen Schornsteinzug erzeugt.
Warme Abgase besitzen eine geringere Dichte als die kühlere Umgebungsluft und steigen im Schornstein nach oben. Dadurch entsteht ein Druckunterschied, der die Abgase aus der Feuerstätte durch die Abgasanlage fördert.
Dieser Förderdruck muss zur Feuerstätte passen. Ist er zu gering oder zu hoch, kann dies den Betrieb beeinflussen.
Jeremias DW-FU besitzt entsprechende Systemklassifizierungen für den Unterdruckbetrieb. Der konkrete Schornstein muss dennoch so dimensioniert werden, dass Feuerstätte und Abgasanlage technisch zusammenpassen.
Welche Rolle spielen Abgastemperatur und Schornsteinhöhe?
Abgastemperatur und Schornsteinhöhe beeinflussen gemeinsam die thermischen und strömungstechnischen Bedingungen innerhalb der Abgasanlage.
Eine größere wirksame Höhe kann den natürlichen Förderdruck erhöhen. Gleichzeitig wirken sich Abgastemperatur, Querschnitt, Rohrführung und weitere Eigenschaften der Feuerstätte auf den tatsächlichen Schornsteinzug aus.
Deshalb gilt weder „höher ist immer besser“ noch „größerer Durchmesser ist immer besser“.
Die Schornsteinhöhe sollte zur Feuerstätte und zur Gebäudesituation passen. Im Konfigurator stehen mehrere technisch unterstützte Höhenstufen zur Verfügung, die aus den vorgesehenen DW-FU Systemkomponenten zusammengestellt werden.
Warum ist Rußbrandbeständigkeit bei Festbrennstoffen relevant?
Bei der Verbrennung von Holz und anderen Festbrennstoffen können sich abhängig von Brennstoff, Verbrennung und Betriebsweise Ablagerungen im Schornstein bilden.
Werden solche Ablagerungen stark erhitzt, kann ein Rußbrand entstehen. Für Festbrennstoffanwendungen ist deshalb die entsprechende Schornsteinklassifizierung von besonderer Bedeutung.
Jeremias weist für geeignete DW-FU Festbrennstoffanwendungen rußbrandbeständige Systemklassifizierungen aus. In der europäischen Kennzeichnung steht der Buchstabe G für rußbrandbeständig.
Diese Klassifizierung ersetzt jedoch nicht die regelmäßige Kontrolle und Reinigung der Abgasanlage durch den zuständigen Schornsteinfeger.
Was sollte vor der Bestellung des DW-FU für einen Kaminofen geprüft werden?
Vor der Bestellung sollten die technischen Daten der Feuerstätte bekannt sein. Besonders relevant sind Brennstoff, Rauchrohranschluss, Abgastemperatur, Abgasmassenstrom und erforderlicher Förderdruck.
Außerdem müssen die geplante Schornsteinhöhe, der Wandabstand und der Verlauf der Abgasanlage zur Einbausituation passen.
Der aktuelle Ofenerlebnis-Konfigurator bildet den unterstützten geraden Standardaufbau des Jeremias DW-FU Systems ab. Besondere Wanddurchführungen, Dachführungen oder statische Sonderkonstruktionen können zusätzliche Planung erfordern.
Pelletofenanlagen können andere Betriebsbedingungen aufweisen als klassische Scheitholz-Kaminöfen und sollten deshalb nicht pauschal nach denselben Annahmen geplant werden.
Vor der Montage sollte die geplante Schornsteinanlage mit dem zuständigen Schornsteinfeger beziehungsweise den beteiligten Fachleuten abgestimmt werden.





