Jeremias DW-FU – doppelwandiger Edelstahlschornstein
Jeremias DW-FU ist ein doppelwandiges Edelstahl-Abgassystem für Feuerstätten mit Öl, Gas und Festbrennstoffen im Unterdruckbetrieb. Das System kombiniert ein korrosionsbeständiges Edelstahl-Innenrohr mit einer mineralischen Wärmedämmung und einem Edelstahl-Außenmantel. Dadurch eignet sich DW-FU für eigenständige Schornsteinanlagen und unterschiedliche Einbausituationen.
Innerhalb des Jeremias-Sortiments gehört DW-FU zu den besonders vielseitig aufgebauten doppelwandigen Systemreihen. Eine große Auswahl an Durchmessern, Oberflächen und Systembauteilen ermöglicht es, den Schornstein an Feuerstätte, Gebäude und geplanten Verlauf anzupassen.
Für welche Feuerstätten eignet sich Jeremias DW-FU?
DW-FU ist für Regelfeuerstätten mit Öl, Gas und Festbrennstoffen vorgesehen. Im Unterdruckbetrieb sind – abhängig von der jeweiligen Systemklassifizierung – Abgastemperaturen bis 600 °C möglich.
Damit kann das System beispielsweise für zahlreiche Kaminöfen und andere Festbrennstofffeuerstätten eingesetzt werden. Entscheidend ist jedoch immer, dass Nennweite, Schornsteinhöhe, Betriebsweise und konkrete Systemklassifizierung zur angeschlossenen Feuerstätte passen.
Die Auslegung sollte deshalb nicht allein anhand des Ofenanschlusses oder des gewünschten Rohrdurchmessers erfolgen.
32,5 mm Dämmung und doppelwandiger Edelstahlaufbau
Zwischen Innen- und Außenrohr besitzt Jeremias DW-FU eine 32,5 mm starke mineralische Dämmung. Sie ist hochtemperaturbeständig und nicht brennbar.
Das Innenrohr besteht standardmäßig aus Edelstahl 1.4571 beziehungsweise 1.4404. Für das Außenrohr verwendet Jeremias standardmäßig Edelstahl 1.4301. Innen- und Außenrohr besitzen jeweils 0,6 mm Wandstärke.
Durch den gedämmten doppelwandigen Aufbau eignet sich DW-FU für Anwendungen, bei denen der Schornstein als eigenständiges System geführt wird und nicht innerhalb eines bestehenden gemauerten Schachts verläuft.
Muffe-/Sicke-Verbindung mit Klemmband
Die einzelnen DW-FU-Komponenten werden über eine Muffe-/Sicke-Steckverbindung miteinander verbunden und anschließend mit einem Klemmband gesichert.
Rohre, Bögen, Anschlüsse, Revisionselemente, Wandhalter, Grundplatten und weitere Bauteile bilden dadurch ein aufeinander abgestimmtes System.
Bei Erweiterungen oder Reparaturen sollte deshalb nicht nur auf die gleiche Nennweite geachtet werden. Das jeweilige Bauteil muss ausdrücklich zur Systemreihe Jeremias DW-FU passen.
Durchmesser, Materialien und Oberflächen bei DW-FU
Jeremias bietet DW-FU standardmäßig mit Innendurchmessern von 80 bis 600 mm an. Weitere Durchmesser können abhängig vom Projekt verfügbar sein.
Die Standardoberfläche des Außenrohres ist hochglänzender Edelstahl. Zusätzlich nennt der Hersteller unter anderem matte, lackierte, gebürstete und kupferfarbene beziehungsweise verkupferte Ausführungen.
Welche Durchmesser und Oberflächen tatsächlich für ein bestimmtes Bauteil verfügbar sind, richtet sich nach der jeweiligen Produktvariante.
Was unterscheidet DW-FU von DW-ECO 2.0?
DW-FU und DW-ECO 2.0 sind beide doppelwandige Schornsteinsysteme von Jeremias, unterscheiden sich jedoch in mehreren konstruktiven Details.
DW-FU besitzt eine 32,5 mm starke Dämmung und standardmäßig jeweils 0,6 mm starke Innen- und Außenrohre. Beim Innenrohr kommen die Edelstahlwerkstoffe 1.4571 beziehungsweise 1.4404 zum Einsatz.
DW-ECO 2.0 arbeitet dagegen mit einer 25 mm starken Dämmung, 0,5 mm Wandstärke und einem anderen Innenrohrmaterial. Jeremias positioniert dieses System als wirtschaftliche Alternative zum DW-FU.
Welches System geeigneter ist, sollte deshalb anhand der technischen Anforderungen des Projekts entschieden werden und nicht ausschließlich anhand des Preises.
Jeremias DW-FU passend zum Schornsteinprojekt auswählen
Vor der Bestellung sollten Feuerstätte, Brennstoff, benötigte Nennweite, Schornsteinhöhe, Verlauf und Befestigungspunkte feststehen.
Anschließend können die benötigten Längenelemente, Bögen, Anschlüsse, Revisionen, Halterungen, Grundplatten, Dachdurchführungen und Mündungsbauteile innerhalb des DW-FU-Systems zusammengestellt werden.
Gerade bei Schrägführungen, größeren freien Höhen oder besonderen Befestigungssituationen muss die konkrete Konstruktion projektspezifisch geplant werden. Dadurch bleibt sichergestellt, dass nicht nur die einzelnen Komponenten, sondern der komplette Schornsteinaufbau zur Feuerstätte und zum Gebäude passt.


















































