Schornsteinabschlüsse und Mündungen passend zum System auswählen
Schornsteinabschlüsse und Mündungsbauteile bilden das obere Ende eines Edelstahlschornsteins. Sie schließen die Systemreihe konstruktiv ab und sorgen dafür, dass die Abgase an der vorgesehenen Stelle ins Freie austreten können. Je nach System stehen unterschiedliche Ausführungen zur Verfügung – vom einfachen Mündungsabschluss bis zur Variante mit zusätzlicher Regenhaube.
Welches Bauteil benötigt wird, hängt von Bauart, Nennweite, Hersteller und Betriebsweise der Abgasanlage ab. Ein Abschluss sollte deshalb nicht unabhängig vom restlichen Schornsteinsystem ausgewählt werden. Steckverbindung, Außendurchmesser und konstruktiver Aufbau müssen zu den darunterliegenden Systemelementen passen.
Welche Aufgabe übernimmt der Mündungsabschluss?
Der Mündungsabschluss ist das oberste Systembauteil des Schornsteins. Er beendet den konstruktiven Aufbau der Abgasanlage und schafft den vorgesehenen Austrittsbereich für die Abgase.
Bei doppelwandigen Edelstahlschornsteinen gehört auch der Abschluss zum Systemaufbau aus Innenrohr, Dämmung und Außenmantel. Beim Jeremias DW-FU wird der Mündungsabschluss beispielsweise über die zum System gehörende Steckverbindung montiert und in verschiedenen Nennweiten angeboten.
Je nach System gibt es einfache Mündungsabschlüsse sowie Ausführungen mit zusätzlicher Haube. Beide Varianten sollten nicht miteinander verwechselt werden.
Braucht ein Edelstahlschornstein eine Regenhaube?
Eine Regenhaube ist nicht automatisch für jeden Edelstahlschornstein erforderlich. Viele Systeme sind konstruktiv so ausgelegt, dass anfallender Niederschlag beziehungsweise Feuchtigkeit kontrolliert innerhalb der Anlage abgeführt werden kann. Eine Haube kann den Wassereintrag reduzieren, verhindert ihn aber nicht vollständig.
Gleichzeitig verändert jedes zusätzliche Bauteil am Schornsteinkopf die Strömungssituation. Deshalb sollte eine Regenhaube nicht allein aus optischen Gründen montiert werden. Entscheidend ist, dass der freie Abgasabzug nicht behindert wird und die Ausführung zur Feuerstätte und zum verwendeten Schornsteinsystem passt.
Ob eine Haube sinnvoll ist, sollte deshalb anhand des konkreten Schornsteinsystems und der Einbausituation entschieden werden.
Welche Abschlussformen gibt es für Edelstahlschornsteine?
Zu den üblichen Abschlussvarianten gehören einfache Mündungsabschlüsse und Mündungsabschlüsse mit zusätzlicher Regenhaube. Darüber hinaus gibt es je nach Hersteller und System speziellere Varianten wie Deflektor- oder andere Haubenformen.
Ein klassischer Mündungsabschluss hält den Schornsteinkopf konstruktiv innerhalb der vorgesehenen Systemgeometrie. Eine Regenhaube ergänzt darüber einen Schutzbereich gegen direkten Niederschlag. Beim Jeremias DW-FU werden beide Varianten innerhalb derselben Systemfamilie angeboten.
Welche Form verwendet werden kann, hängt jedoch von Systemfreigabe, Betriebsweise und Feuerstätte ab. Ein beliebiger Aufsatz sollte deshalb nicht nachträglich auf eine bestehende Anlage gesetzt werden.
Nennweite und Systemkompatibilität am Schornsteinkopf beachten
Der Mündungsabschluss muss zur Nennweite des verwendeten Schornsteinsystems passen. Bei doppelwandigen Anlagen bezeichnet die Nennweite üblicherweise den inneren Abgasquerschnitt. Das tatsächliche Außenmaß fällt wegen Dämmung und Außenmantel größer aus.
Beim Jeremias DW-FU besitzt beispielsweise eine Variante mit 150 mm Innendurchmesser einen Außendurchmesser von 215 mm. Andere Nennweiten besitzen entsprechend andere Außenmaße.
Gleicher Innendurchmesser bedeutet außerdem nicht automatisch gleiche Kompatibilität. Hersteller unterscheiden sich bei Verbindungstechnik, Dämmung und konstruktiver Ausführung. Der Abschluss sollte deshalb immer zur konkreten Systemreihe gehören.
Warum die Mündungshöhe wichtiger als der Aufsatz ist
Die Funktion einer Schornsteinmündung hängt nicht nur vom Abschlussbauteil ab. Entscheidend ist vor allem, wo sich die Austrittsöffnung im Verhältnis zu Dach, First, Fenstern, Türen und Lüftungsöffnungen befindet.
Für Feuerungsanlagen bestehen konkrete Anforderungen an die Position und Höhe der Austrittsöffnung. Welche Vorgaben im Einzelfall gelten, hängt unter anderem von Feuerungsanlage, Gebäude und Umgebung ab.
Eine Regenhaube oder ein anderer Aufsatz kann eine falsch geplante Mündungshöhe deshalb nicht ausgleichen. Zuerst muss die Austrittsöffnung korrekt geplant werden; anschließend wird der passende Systemabschluss gewählt.
Schornsteinmündung passend zu Feuerstätte und Betriebsweise planen
Nicht jede Feuerstätte arbeitet unter denselben Bedingungen. Klassische Festbrennstoffanlagen werden häufig im Unterdruckbetrieb betrieben, während andere Systeme beispielsweise für Überdruck ausgelegt sein können.
Jeremias DW-FU ist beispielsweise für unterschiedliche Feuerstätten im Unterdruckbetrieb vorgesehen. Andere Systemreihen sind dagegen für druckdichte Anwendungen und andere Betriebsbedingungen ausgelegt.
Damit wird deutlich, warum Abschlussbauteile nicht unabhängig von der Betriebsweise gewählt werden sollten. Feuerstätte, Druckklasse, Feuchtebeständigkeit und Systemfreigabe müssen zusammenpassen.











