Schornsteinanschlüsse und Übergänge passend zum Abgassystem auswählen
Schornsteinanschlüsse und Übergänge verbinden unterschiedliche Bereiche einer Abgasanlage miteinander. Ein T-Anschluss bindet beispielsweise die Verbindungsleitung der Feuerstätte seitlich in den senkrechten Schornsteinzug ein. Reduzierungen und Erweiterungen kommen dagegen zum Einsatz, wenn unterschiedliche Nennweiten oder Anschlussmaße technisch miteinander verbunden werden sollen.
Welche Ausführung benötigt wird, hängt deshalb stark von der jeweiligen Aufgabe ab. Neben Durchmesser und Anschlusswinkel müssen Hersteller, Systemreihe, Bauart und Verbindungstechnik berücksichtigt werden. Ein optisch passendes Edelstahlbauteil ist nicht automatisch mit dem vorhandenen Schornsteinsystem kompatibel.
Welche Aufgabe übernimmt ein T-Anschluss am Edelstahlschornstein?
Der T-Anschluss bildet den seitlichen Feuerstättenanschluss innerhalb eines senkrechten Schornsteinsystems. Die vom Kaminofen kommende Verbindungsleitung führt zum Anschlussstutzen, während der Schornstein oberhalb des T-Stücks weiter nach oben verläuft.
Bei außen geführten Edelstahlschornsteinen befindet sich dieser Anschluss häufig im unteren Bereich der Anlage auf Höhe der geplanten Wanddurchführung. Auch bei einer Sanierung eines vorhandenen Schachts kann ein T-Stück an der vorgesehenen Anschlussposition eingebaut werden.
Je nach System unterscheiden sich Anschlusswinkel und konstruktive Ausführung. Im Markt finden sich beispielsweise 87°- und 90°-T-Anschlüsse. Welche Variante benötigt wird, ergibt sich aus dem jeweiligen Schornsteinsystem und der geplanten Verbindungsleitung.
Wann wird eine Reduzierung oder Erweiterung benötigt?
Eine Reduzierung oder Erweiterung verbindet zwei unterschiedliche Nennweiten miteinander. Das kann beispielsweise erforderlich sein, wenn der Anschlussdurchmesser einer Verbindungsleitung nicht mit dem Durchmesser des anschließenden Systembereichs übereinstimmt.
Eine Reduzierung führt von einem größeren auf einen kleineren Querschnitt, während eine Erweiterung den Übergang zu einem größeren Durchmesser herstellt. Je nach System gibt es außerdem konzentrische und exzentrische Ausführungen.
Ein Übergang sollte jedoch nicht dazu verwendet werden, eine ungeeignete Dimensionierung der Abgasanlage nachträglich beliebig auszugleichen. Ob unterschiedliche Querschnitte miteinander kombiniert werden können, hängt von Feuerstätte, Abgaswerten und der Auslegung des gesamten Schornsteins ab.
Unterschiedliche Durchmesser richtig miteinander verbinden
Bei einem Übergang müssen sowohl der Durchmesser auf der Schornsteinseite als auch das Anschlussmaß des angrenzenden Bauteils bekannt sein. Produktbezeichnungen können deshalb beispielsweise zwei unterschiedliche Nennweiten enthalten: eine für den Hauptschornstein und eine für den Anschluss beziehungsweise den nachfolgenden Systembereich.
Allein aus der Tatsache, dass ein Übergang mechanisch von 180 auf 150 mm passt, folgt noch nicht, dass diese Kombination für jede Feuerstätte geeignet ist. Der notwendige Schornsteinquerschnitt sollte zur angeschlossenen Feuerstätte und zum Betrieb der gesamten Abgasanlage passen.
Bei bestehenden Anlagen sollten daher zunächst Hersteller, Systembezeichnung und vorhandene Nennweite eindeutig festgestellt werden. Erst danach lässt sich beurteilen, welcher Übergang technisch zur vorhandenen Konstruktion gehört.
Einwandige und doppelwandige Anschlussbauteile unterscheiden
Einwandige T-Anschlüsse und Übergänge gehören zu entsprechenden einwandigen Abgassystemen. Sie werden beispielsweise bei Schornsteinsanierungen oder anderen geeigneten Innenanwendungen eingesetzt.
Doppelwandige Anschlussbauteile sind dagegen Bestandteil eines gedämmten Edelstahlschornsteins. Neben dem abgasführenden Innenrohr besitzen sie den zur jeweiligen Systemreihe gehörenden Dämm- und Außenmantelaufbau.
Für den Übergang von einer einwandigen Verbindungsleitung zu einem doppelwandigen Schornstein werden speziell dafür vorgesehene Anschluss- beziehungsweise Übergangselemente verwendet. Ein einwandiges Standardbauteil sollte deshalb nicht einfach anstelle eines passenden Systemübergangs eingesetzt werden.
Warum Nennweite allein nicht über die Kompatibilität entscheidet
Zwei Anschlussbauteile können denselben Innendurchmesser besitzen und trotzdem technisch nicht zusammenpassen. Hersteller und Systemreihen unterscheiden sich unter anderem bei Muffentiefen, Steckprofilen, Klemmbändern, Dämmstärken, Dichtungen und Außenabmessungen.
Auch Druck- und Temperaturklasse können je nach Bauteil und vorgesehener Betriebsweise unterschiedlich sein. Besonders bei druckdichten beziehungsweise feuchteunempfindlichen Abgassystemen können spezielle Dichtungen oder Verbindungstechniken erforderlich sein.
Deshalb sollte ein Anschluss oder Übergang immer anhand der konkreten Systembezeichnung ausgewählt werden. Die Nennweite ist nur eines von mehreren notwendigen Auswahlmerkmalen.
Anschluss von Feuerstätte und Schornstein vollständig planen
Der Schornsteinanschluss sollte bereits gemeinsam mit dem Standort der Feuerstätte geplant werden. Entscheidend sind unter anderem Anschlussdurchmesser, Anschlusshöhe, Verlauf der Verbindungsleitung und Position des T-Anschlusses.
Die Verbindungsleitung vom Kaminofen sollte möglichst passend und direkt zum Schornstein geführt werden. Gleichzeitig muss der Feuerungsanschluss zum verwendeten Schornsteinsystem gehören und dicht ausgeführt werden.
Werden unterschiedliche Nennweiten benötigt, sollte bereits vor der Bestellung geklärt sein, an welcher Stelle der Übergang vorgesehen ist und welche Ausführung das System dafür anbietet. So lassen sich unnötige Adapterketten und improvisierte Kombinationen vermeiden.





























