Ratgeber

Entdecke fundierte Ratgeber rund um Kaminöfen, Pelletöfen, Schornsteine und Feuerstellen. Hier findest du praktische Antworten, technische Hintergründe und hilfreiche Orientierung für Planung, Kauf und Nutzung.

  • Kaminöfen

    Wie lange brennt ein Dauerbrandofen und wie funktioniert er?

    Ein Dauerbrandofen klingt zunächst nach einer Feuerstätte, die stundenlang ohne Unterbrechung brennt und kaum Aufmerksamkeit braucht. Ganz so funktioniert es allerdings nicht. Der Begriff beschreibt eine bestimmte Betriebsweise und technische Auslegung des Ofens – nicht ein Feuer, das mit einer einzigen Brennstofffüllung unbegrenzt weiterbrennt. Interessant sind Dauerbrandöfen vor allem für Menschen, die längere Heizintervalle wünschen und nicht ständig neuen Brennstoff nachlegen möchten. Besonders bei dafür zugelassenen Braunkohlebriketts können bestimmte Modelle die Glut über viele Stunden halten. Bei einigen Geräten sind unter geeigneten Bedingungen rund zwölf Stunden Gluthaltung möglich. Wie lange ein Ofen tatsächlich Wärme liefert, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab: vom Brennstoff, der Brennstoffmenge, der Konstruktion des Feuerraums, der Einstellung der Verbrennungsluft und dem Schornsteinzug. Deshalb lohnt es sich, Dauerbrand, Brenndauer und Dauerbetrieb sauber voneinander zu unterscheiden.

  • Kaminöfen

    Wasserführender Kaminofen: Wärme im ganzen Haus

    Ein Kaminofen gibt seine Wärme normalerweise vor allem an den Raum ab, in dem er steht. Bei einem wasserführenden Modell ist das anders: Ein Teil der erzeugten Energie wird an Heizungswasser übertragen und kann dadurch auch anderen Räumen oder der Warmwasserbereitung zugutekommen. Das klingt zunächst nach einer einfachen Erweiterung des Kaminofens, technisch steckt dahinter jedoch ein vollständiges Heizsystem mit mehreren Komponenten. Entscheidend ist deshalb nicht nur, wie viel Kilowatt der Ofen insgesamt leistet. Ebenso wichtig sind die Aufteilung zwischen Raum- und Wasserleistung, der Wärmebedarf des Gebäudes, ein passender Speicher und die fachgerechte Einbindung in die vorhandene Heizung. Wird der Ofen zu groß gewählt oder die Anlage ungünstig geplant, kann es im Wohnzimmer schnell zu warm werden, obwohl die Heizungsanlage an anderer Stelle noch Wärme benötigt. Richtig geplant kann ein wasserführendes System dagegen mehrere Aufgaben übernehmen und vorhandene Wärmeerzeuger sinnvoll ergänzen.

  • Kaminöfen

    Was ist der Unterschied zwischen Kaminofen und Grundofen?

    Kaminofen und Grundofen verbrennen meist denselben Brennstoff: Scheitholz. Trotzdem funktionieren beide Feuerstätten im Alltag ziemlich unterschiedlich. Während ein Kaminofen vergleichsweise schnell Wärme an den Raum abgibt, ist ein Grundofen darauf ausgelegt, einen großen Teil der erzeugten Energie zunächst in seiner massiven Speichermasse aufzunehmen und anschließend über einen längeren Zeitraum wieder abzugeben. Genau dieser Unterschied beeinflusst fast alles Weitere: Wie schnell es warm wird, wie häufig Holz nachgelegt werden muss, wie lange die Wärme nach dem Abbrand erhalten bleibt und wie aufwendig die Planung des Ofens ist. Hinzu kommt eine begriffliche Stolperfalle: Nicht jeder schwere Kaminofen mit Speichersteinen ist automatisch ein Grundofen. Der Begriff ist technisch klarer abgegrenzt, als es manche Produktbezeichnungen vermuten lassen. Wer zwischen beiden Ofenarten wählen möchte, sollte deshalb weniger auf die äußere Form und stärker auf das Heizprinzip schauen.

  • Schornstein

    Welchen Schornstein braucht ein Kaminofen?

    Ein Kaminofen funktioniert nur dann zuverlässig, wenn Ofen und Schornstein technisch zusammenpassen. Dabei geht es um weit mehr als die Frage, ob irgendwo im Haus bereits ein freier Schornsteinzug vorhanden ist. Querschnitt, Höhe, Material, Temperaturbeständigkeit und der erzeugte Förderdruck beeinflussen unmittelbar, ob die Abgase sicher abgeführt werden und das Holz sauber verbrennt. Gerade bei älteren Gebäuden entsteht schnell der Eindruck, dass sich ein vorhandener gemauerter Schornstein automatisch für einen neuen Kaminofen nutzen lässt. Das muss jedoch geprüft werden. Umgekehrt ist auch bei einem Neubau nicht jeder Schornstein für jede Feuerstätte gleichermaßen geeignet. Moderne Öfen arbeiten häufig mit vergleichsweise niedrigen Abgastemperaturen, wodurch andere Anforderungen entstehen können als bei älteren Feuerstätten. Wer einen Kaminofen plant, sollte deshalb Ofen und Abgasanlage immer als zusammengehöriges System betrachten. Welche Lösung sinnvoll ist, lässt sich anhand einiger technischer Kriterien recht gut eingrenzen.

  • Kaminöfen

    Welcher Kaminofen ist der richtige für mein Zuhause?

    Ein Kaminofen wird meist für viele Jahre angeschafft. Umso wichtiger ist es, nicht nur nach Optik, Preis oder einer möglichst hohen Kilowattzahl zu entscheiden. Ein Modell, das in einem älteren Einfamilienhaus gut funktioniert, kann in einem modern gedämmten Neubau deutlich zu viel Wärme erzeugen. Gleichzeitig muss der Ofen zum vorhandenen Schornstein, zur Verbrennungsluftversorgung und zur geplanten Nutzung passen. Vor dem Kauf stehen deshalb einige grundlegende Fragen: Soll der Ofen hauptsächlich einen Wohnraum erwärmen oder regelmäßig die Heizung unterstützen? Wie gut ist das Gebäude gedämmt? Gibt es eine Lüftungsanlage oder eine Ablufthaube? Und wie viel Aufwand möchtest du im Alltag mit Brennholz, Reinigung und Nachlegen haben? Wer diese Punkte zuerst klärt, kann die Auswahl stark eingrenzen. Die passende Feuerstätte ist nicht unbedingt die leistungsstärkste oder technisch umfangreichste, sondern diejenige, deren Eigenschaften zu Haus und Heizverhalten passen.

  • Kaminöfen

    Neubau & Kamin: Mit diesen Kosten musst du rechnen?

    Wer einen Neubau plant und später mit Holz heizen möchte, sollte den Kamin möglichst früh in die Bauplanung aufnehmen. Denn mit dem Kauf eines Kaminofens allein ist es nicht getan. Schornstein, Anschluss, Verbrennungsluft, Brandschutz und die Prüfung der fertigen Feuerungsanlage verursachen ebenfalls Kosten. Gerade beim Neubau können sich diese Posten stark unterscheiden. Ein einfacher Kaminofen mit bereits eingeplantem Schornstein ist deutlich günstiger als ein individuell gebauter Heizkamin oder eine Lösung, für die nachträglich Leitungen und Durchführungen geschaffen werden müssen. Auch eine Lüftungsanlage kann die Planung beeinflussen. Für eine erste Kalkulation ist es deshalb sinnvoll, die einzelnen Kostenblöcke getrennt zu betrachten. So erkennst du, welche Leistungen bereits in der Bauplanung enthalten sind und welche für das Kaminprojekt zusätzlich angeboten werden müssen.

  • Elektrokamine

    Flammeneffekt beim Elektrokamin: Opti-Myst, Optiflame & Co. erklärt

    Wer sich heute Elektrokamine anschaut, stößt schnell auf Begriffe wie Optiflame, Opti-Myst beziehungsweise Optimyst, Opti-V, LED-Flamme oder 3D-Flammeneffekt. Dahinter steckt keineswegs immer dieselbe Technik mit einem anderen Namen. Manche Geräte erzeugen ihre Flammen mit Licht und beweglichen Reflektoren, andere arbeiten mit beleuchtetem Wassernebel oder digitalen Bildern. Das macht einen großen Unterschied: Der Flammeneffekt entscheidet darüber, wie räumlich das Feuer wirkt, aus welchen Blickwinkeln es überzeugend aussieht und wie viel Pflege das Gerät benötigt. Gleichzeitig bedeutet eine technisch aufwendigere Lösung nicht automatisch, dass sie für jeden Raum die bessere Wahl ist. Wer die verschiedenen Verfahren kennt, kann deshalb wesentlich gezielter auswählen. Besonders wichtig sind dabei drei Fragen: Wie entsteht das Flammenbild, wie realistisch soll es wirken und wie viel Aufwand möchtest du im Alltag damit haben?

  • Kaminöfen

    Kaminofen stilllegen: Wann es notwendig ist und wie es funktioniert?

    Ein Kaminofen muss nicht zwangsläufig aus dem Haus verschwinden, nur weil er nicht mehr genutzt werden soll. Trotzdem reicht es nicht immer, einfach kein Holz mehr nachzulegen und die Ofentür geschlossen zu lassen. Vor allem bei einer dauerhaften Stilllegung spielen der Anschluss an den Schornstein, die Meldung an den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger und der bisherige Feuerstättenbescheid eine Rolle. Das Thema betrifft derzeit besonders Besitzer älterer Kaminöfen. Für viele Geräte, die zwischen 1995 und dem 21. März 2010 in Betrieb genommen wurden, endete Ende 2024 eine wichtige Übergangsfrist der 1. BImSchV. Können die vorgeschriebenen Emissionswerte nicht nachgewiesen werden und greift keine Ausnahme, darf ein solcher Ofen nicht einfach weiterbetrieben werden. Daneben gibt es ganz alltägliche Gründe für eine Stilllegung: Der Ofen wird nicht mehr gebraucht, eine andere Heizung übernimmt seine Aufgabe oder das Gerät soll später ersetzt werden. Entscheidend ist deshalb zunächst, zwischen bloßer Nichtbenutzung und einer echten dauerhaften Stilllegung zu unterscheiden.

  • Pelletöfen

    Heizen mit Pellets – Funktionsweise eines Pelletofen

    Ein Pelletofen verbrennt Holz – trotzdem funktioniert er deutlich anders als ein klassischer Kaminofen. Statt Holzscheite von Hand nachzulegen, übernimmt die Technik einen großen Teil der Arbeit. Pellets liegen in einem Vorratsbehälter, werden automatisch in den Brennraum transportiert und dort elektrisch gezündet. Auch Brennstoffmenge und Verbrennungsluft können während des Betriebs geregelt werden. Das macht Pelletöfen besonders für Menschen interessant, die eine Holzfeuerstätte nutzen möchten, aber nicht ständig Brennholz nachlegen und die Luftzufuhr manuell einstellen wollen. Ganz ohne Bedienung und Pflege kommen sie allerdings ebenfalls nicht aus. Der Vorratsbehälter muss gefüllt, Asche entfernt und die Feuerstätte regelmäßig gereinigt werden. Hinzu kommt eine Besonderheit, die bei der Planung gern unterschätzt wird: Die meisten Pelletöfen benötigen Strom. Wer die einzelnen Abläufe kennt, kann besser einschätzen, wie ein Pelletofen heizt, welche Komponenten dabei zusammenspielen und worin sich das System von anderen Holzöfen unterscheidet.

  • Outdoor

    Grillen mit der Feuerschale – erlaubt oder nicht?

    Eine Feuerschale kann mehr als nur Holz verbrennen: Mit Grillrost, Dreibein oder Schwenkrost lässt sie sich auch zum Grillen verwenden. Damit taucht schnell die Frage auf, ob für das Grillen dieselben Regeln gelten wie für ein gewöhnliches Feuer im Garten. Eine pauschale Antwort gibt es darauf nicht. In Deutschland existiert keine einheitliche Vorschrift, die das Grillen auf einer Feuerschale grundsätzlich erlaubt oder verbietet. Entscheidend sind vielmehr mehrere Punkte gleichzeitig: Wo steht die Feuerschale? Was wird darin verbrannt? Wie stark entstehen Rauch und Funken? Gibt es örtliche Vorgaben? Und wohnen Nachbarn so nah, dass sie beeinträchtigt werden können? Bei Mietwohnungen kommen außerdem Mietvertrag und Hausordnung hinzu. Wer die Feuerschale als Grill nutzen möchte, sollte deshalb nicht nur auf den Grillrost schauen. Auch Brandschutz, Brennstoff, Standort und Rücksicht auf die Umgebung bestimmen, ob aus dem Grillabend ein völlig unproblematischer Gebrauch oder ein vermeidbarer Streitfall wird.

  • Kaminöfen

    Welches Holz ist für den Kaminofen geeignet?

    Wer Brennholz kauft, steht schnell vor einer erstaunlich großen Auswahl: Buche, Eiche, Birke, Esche, Fichte, Kiefer oder gleich ein gemischter Stapel. Dazu kommen Begriffe wie Hartholz, Weichholz, Restfeuchte und ofenfertig. Da liegt die Vermutung nahe, dass es eine Holzart geben müsste, die für jeden Kaminofen eindeutig die beste Wahl ist. Ganz so einfach ist es nicht. Mehrere heimische Holzarten eignen sich sehr gut als Brennholz. Sie unterscheiden sich allerdings darin, wie schnell sie abbrennen, wie viel Platz sie bei vergleichbarer Energiemenge benötigen und wie angenehm sie sich beim Anzünden oder Nachlegen verhalten. Noch wichtiger als die Baumart ist der Zustand des Holzes: Es sollte naturbelassen, ausreichend trocken und passend für den jeweiligen Ofen zugeschnitten sein. Wer diese Punkte berücksichtigt, hat bei der Holzart deutlich mehr Auswahl, als viele denken.

  • Kaminöfen

    Mit dem Holzofen Geld sparen – häufigster Fehler erklärt

    Mit einem Holzofen lassen sich Heizkosten reduzieren – zumindest dann, wenn die erzeugte Wärme tatsächlich effizient genutzt wird. Genau daran hapert es in der Praxis häufiger als gedacht. Ein verbreiteter Irrtum lautet: Je länger ein Holzscheit im Ofen glimmt, desto sparsamer wird geheizt. Also wird ordentlich Holz aufgelegt und anschließend die Luftzufuhr weit geschlossen, damit das Feuer möglichst lange durchhält. Das klingt zunächst logisch, funktioniert bei einem modernen Holzofen aber nicht besonders gut. Holz braucht während der Verbrennung ausreichend Sauerstoff und eine genügend hohe Brennraumtemperatur. Fehlt beides, verbrennt ein Teil der im Holz enthaltenen Energie schlechter. Gleichzeitig entstehen mehr Ruß, unverbrannte Bestandteile und Ablagerungen. Wer mit Holz möglichst wirtschaftlich heizen möchte, sollte deshalb nicht versuchen, den Ofen auf möglichst lange Brenndauer zu trimmen. Entscheidend sind passende Holzmengen, trockenes Brennholz und eine Verbrennung, die zum jeweiligen Ofenmodell passt.

  • Outdoor

    Feuerschale kaufen – worauf achten?

    Feuerschalen sehen auf den ersten Blick erstaunlich unkompliziert aus: eine Schale, ein paar Füße, fertig. Beim Kauf zeigen sich die Unterschiede allerdings schnell. Manche Modelle sind eher leicht gebaut und lassen sich problemlos umstellen, andere bringen deutlich mehr Material und Gewicht mit. Dazu kommen Stahl, Edelstahl, Gusseisen oder Cortenstahl, verschiedene Durchmesser und ganz unterschiedliche Konstruktionen. Welche Variante sinnvoll ist, hängt deshalb weniger von der Optik als von der geplanten Nutzung ab. Soll die Feuerschale regelmäßig im Garten stehen, gelegentlich hervorgeholt oder zusätzlich zum Grillen genutzt werden? Muss sie oft bewegt werden? Bleibt sie draußen, wenn es regnet? Und wie viel Platz steht rund um die Feuerstelle tatsächlich zur Verfügung? Wer diese Fragen vor dem Kauf klärt, kann viele spätere Ärgernisse vermeiden. Denn Material, Größe, Verarbeitung und Konstruktion entscheiden darüber, wie praktisch eine Feuerschale im Alltag wirklich ist.

  • Ethanol

    Biokamine – Moderne Alternative zum klassischen Kamin

    Ein sichtbares Feuer in der Wohnung setzt nicht zwingend einen gemauerten Schornstein oder einen klassischen Kaminofen voraus. Biokamine, meist mit Bioethanol betrieben, funktionieren ohne Rauchrohr und können deshalb auch dort eingesetzt werden, wo eine herkömmliche Feuerstätte baulich kaum infrage kommt. Gerade in Mietwohnungen oder bereits fertig eingerichteten Räumen macht sie das interessant. Allerdings führt die Bezeichnung schnell zu falschen Vorstellungen. Ein Biokamin ist weder eine vollwertige Raumheizung noch automatisch emissionsfrei, nur weil kein Holz verbrannt wird. Bei der Verbrennung entstehen unter anderem Kohlendioxid und Wasserdampf; abhängig von Brennstoff und Verbrennungsbedingungen können weitere Stoffe in die Raumluft gelangen. Außerdem bleibt eine offene Flamme eine offene Flamme. Wer einen Biokamin sinnvoll einschätzen möchte, sollte deshalb weniger auf die Optik und stärker auf Funktionsweise, Sicherheit, Lüftung und den vorgesehenen Einsatzzweck achten.

  • Ethanol

    Ethanol Kamin in der Mietwohnung – erlaubt oder nicht?

    Ein Ethanol Kamin wirkt für Mietwohnungen zunächst unkompliziert: Er benötigt normalerweise keinen klassischen Schornsteinanschluss, produziert keine Holzasche und viele Modelle lassen sich frei im Raum aufstellen. Daraus entsteht schnell die Annahme, dass Mieter einen solchen Kamin ohne weitere Überlegungen nutzen dürfen. Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Eine generelle Regel nach dem Motto „Ethanol Kamine sind in Mietwohnungen verboten“ gibt es nicht. Umgekehrt bedeutet ein fehlender Schornstein aber auch nicht, dass Mietvertrag, Brandschutz und Sicherheitsanforderungen keine Rolle spielen. Besonders wichtig ist, ob der Kamin lediglich aufgestellt oder dauerhaft an Wand oder Boden befestigt wird. Hinzu kommen Fragen zur Raumgröße, Lüftung und sicheren Lagerung des Brennstoffs. Wer zur Miete wohnt, sollte deshalb nicht nur danach fragen, ob ein Ethanol Kamin grundsätzlich möglich ist. Entscheidend ist, unter welchen Bedingungen er in der konkreten Wohnung sicher und vertragsgemäß genutzt werden kann.

  • Kaminöfen

    Kaminofen und BAFA-Förderung – lohnt sich das?

    Wer einen neuen Kaminofen plant, stößt bei der Recherche früher oder später auf Aussagen wie „30 Prozent Förderung“, „Biomasse wird gefördert“ oder sogar „bis zu 80 Prozent Zuschuss“. Das klingt zunächst so, als könnte man einen Teil des neuen Ofens einfach vom Staat bezahlen lassen. Ganz so funktioniert es allerdings nicht. Vor allem der Begriff BAFA-Förderung sorgt für Verwirrung. Die Förderung für den Austausch oder Einbau einer klimafreundlichen Heizung bei privaten Wohngebäuden wird inzwischen hauptsächlich über die KfW abgewickelt. Noch wichtiger: Ein gewöhnlicher Kaminofen für Scheitholz wird dadurch nicht automatisch förderfähig. Entscheidend ist, ob die Anlage tatsächlich als förderfähige Biomasseheizung gilt und welche Aufgabe sie im Heizsystem übernimmt. Bevor du Förderbeträge in deine Kalkulation einbaust, solltest du deshalb zuerst klären, um welche Ofenart es sich handelt. Sonst wird aus einem vermeintlichen Zuschuss schnell ein Betrag, den du komplett selbst bezahlen musst.

  • Kaminöfen

    Wann ist ein wasserführender Kaminofen sinnvoll?

    Ein normaler Kaminofen gibt den größten Teil seiner erzeugten Wärme direkt an den Raum ab. Bei einem wasserführenden Kaminofen funktioniert das anders: Ein Teil der Wärme erwärmt weiterhin den Aufstellraum, ein weiterer Teil wird über einen integrierten Wärmetauscher an das Heizungswasser übertragen. Dadurch kann die Holzfeuerung nicht nur das Wohnzimmer erwärmen, sondern auch die zentrale Heizungsanlage unterstützen. Das klingt zunächst nach einer cleveren Möglichkeit, mehr aus dem eingesetzten Brennholz herauszuholen. Ob sich der zusätzliche technische Aufwand tatsächlich lohnt, hängt jedoch stark vom Gebäude, der vorhandenen Heizung, dem Wärmebedarf und vor allem vom eigenen Heizverhalten ab. Wer nur gelegentlich am Wochenende ein Feuer anzündet, hat andere Voraussetzungen als jemand, der während der Heizperiode täglich mit Holz heizt. Entscheidend ist deshalb nicht allein der Ofen, sondern das gesamte Heizsystem dahinter.

  • Kaminöfen

    Warum der Kaminofen nicht richtig wärmt und was dahintersteckt

    Das Feuer brennt, die Scheite glühen und trotzdem bleibt der Raum überraschend kühl. Dieses Problem kommt bei Kaminöfen häufiger vor, als man zunächst vermuten würde. Dabei liegt es nicht automatisch am Ofen selbst. Oft spielen mehrere Faktoren zusammen: Das Brennholz enthält zu viel Feuchtigkeit, die Luftzufuhr stimmt nicht, der Schornstein erzeugt keinen passenden Förderdruck oder die Heizleistung des Geräts reicht schlicht nicht für den Raum aus. Auch die Erwartungen an einen Kaminofen können eine Rolle spielen. Ein einzelner Ofen erwärmt in erster Linie seinen Aufstellraum. Wie schnell und wie stark die Temperatur steigt, hängt zusätzlich von Dämmung, Raumgröße, Grundriss und Außentemperatur ab. Bevor du also davon ausgehst, dass mit dem Gerät technisch etwas nicht stimmt, lohnt sich eine systematische Prüfung. Viele Ursachen lassen sich bereits an Flammenbild, Holzverbrauch und Abbrand erkennen.

  • Kaminöfen

    Was ist ein Dauerbrandofen und woran erkennt man ihn?

    Der Begriff Dauerbrandofen klingt zunächst ziemlich eindeutig: Brennstoff hinein, anzünden und der Ofen brennt möglichst lange weiter. Ganz so einfach ist es allerdings nicht. „Dauerbrand“ bezeichnet eine bestimmte Bau- und Betriebsart einer Feuerstätte und bedeutet nicht, dass ein Ofen unbegrenzt oder rund um die Uhr ohne Nachlegen betrieben werden kann. Die Unterscheidung ist vor allem dann wichtig, wenn du einen älteren Ofen beurteilen, einen neuen Kaminofen auswählen oder verschiedene Modelle miteinander vergleichen möchtest. Denn auch ein normaler Zeitbrandofen kann viele Stunden hintereinander genutzt werden, solange regelmäßig Brennstoff nachgelegt wird. Umgekehrt sagt eine lange Glutphase allein noch nicht sicher aus, dass es sich um einen geprüften Dauerbrandofen handelt. Hinweise liefern der Feuerraum, die Luftführung und die zugelassenen Brennstoffe. Wirklich verlässlich sind jedoch die technischen Unterlagen des jeweiligen Modells.

  • Schornstein

    Edelstahlschornstein: einwandig oder doppelwandig?

    Wer einen Edelstahlschornstein plant, stößt ziemlich schnell auf zwei Varianten: einwandig und doppelwandig. Auf den ersten Blick scheint der Unterschied überschaubar zu sein – beim einen besteht das Rohr im Wesentlichen aus einer Edelstahlschale, beim anderen kommen Außenmantel und Wärmedämmung hinzu. Für die Auswahl ist dieser konstruktive Unterschied jedoch entscheidend. Denn beide Systeme sind für unterschiedliche Einbausituationen gedacht. Ein einwandiger Edelstahlschornstein wird häufig genutzt, wenn bereits ein geeigneter gemauerter Schornsteinschacht vorhanden ist und dieser saniert oder an eine neue Feuerstätte angepasst werden soll. Ein doppelwandiges System kommt dagegen häufig dann zum Einsatz, wenn ein neuer Schornstein beispielsweise an der Außenwand errichtet wird. Die Entscheidung sollte deshalb nicht mit der Frage beginnen, welche Variante hochwertiger ist. Wichtiger ist: Wo soll die Abgasanlage verlaufen, welche Feuerstätte wird angeschlossen und welche Anforderungen muss das konkrete System erfüllen?

  • Outdoor

    Feuerschale reinigen und pflegen

    Nach einem Abend am Feuer bleiben Asche, Ruß, Holzreste und manchmal auch Fett oder eingebrannte Rückstände in der Feuerschale zurück. Einfach alles bis zum nächsten Einsatz liegen zu lassen, ist keine gute Idee. Vor allem Asche kann Feuchtigkeit aufnehmen und diese längere Zeit direkt am Metall halten. Bei Stahl und Gusseisen kann das Rost begünstigen. Gleichzeitig muss eine Feuerschale aber auch nicht nach jeder Nutzung gründlich geschrubbt werden. Wie viel Reinigung tatsächlich nötig ist, hängt vor allem vom Material und von der Nutzung ab. Eine reine Feuerstelle braucht weniger Pflege als eine Schale, auf der regelmäßig gegrillt wird. Auch sichtbarer Rost ist nicht automatisch ein Problem: Bei Cortenstahl gehört eine Rostpatina sogar zum Material, während Korrosion bei unbehandeltem Stahl möglichst begrenzt werden sollte. Mit einer einfachen Routine nach dem Feuer und etwas zusätzlicher Pflege vor längeren Nutzungspausen lässt sich unnötiger Verschleiß meist gut vermeiden.