Ratgeber

Entdecke fundierte Ratgeber rund um Kaminöfen, Pelletöfen, Schornsteine und Feuerstellen. Hier findest du praktische Antworten, technische Hintergründe und hilfreiche Orientierung für Planung, Kauf und Nutzung.

  • Kaminöfen

    15 Kaminofen-Fakten, die selbst viele Besitzer nicht kennen

    Wer einen Kaminofen besitzt, kennt meist die Grundlagen: trockenes Holz verwenden, regelmäßig reinigen und die Luftzufuhr richtig einstellen. Trotzdem gibt es rund um Betrieb, Verbrennung und Schornstein erstaunlich viele Details, die selbst langjährige Ofenbesitzer falsch einschätzen. Das liegt auch daran, dass manche Regeln von älteren Geräten übernommen werden, obwohl moderne Öfen anders konstruiert sind. Hinzu kommen technische Begriffe wie Nennwärmeleistung, Verbrennungsluft oder Schornsteinzug, bei denen kleine Unterschiede große Auswirkungen haben können. Und einige vermeintlich harmlose Gewohnheiten – etwa das frühe Schließen der Luftzufuhr – wirken sich direkt auf Verbrennung und Emissionen aus. Die folgenden 15 Fakten zeigen deshalb nicht nur kurioses Ofenwissen. Sie erklären vor allem Zusammenhänge, die dabei helfen, den eigenen Kaminofen besser einzuschätzen und Bedienfehler schneller zu erkennen.

  • Kaminöfen

    So entsteht ein Schornsteinanschluss – Kernbohrung einfach erklärt

    Wer einen Kaminofen nachträglich aufstellt, braucht nicht nur einen geeigneten Schornstein. Zwischen Ofen und Schornstein muss auch eine passende Verbindung entstehen. Dafür wird häufig eine Kernbohrung gesetzt. Der Begriff klingt zunächst nach einer größeren Baumaßnahme, tatsächlich handelt es sich um ein präzises Verfahren, mit dem eine runde Öffnung für den späteren Rauchrohranschluss hergestellt wird. Ganz beliebig wird dabei allerdings nicht gebohrt. Position, Durchmesser und Ausführung müssen zum Ofen, zum Rauchrohr und vor allem zum vorhandenen Schornsteinsystem passen. Bei einem gemauerten Schornstein sieht der Anschluss anders aus als bei einem mehrschaligen System mit Keramikrohr. Auch brennbare Bauteile in der Umgebung spielen eine Rolle. Wer versteht, was bei einer Kernbohrung passiert und warum vor dem Bohren einige Dinge geklärt werden müssen, kann den Einbau deutlich besser einschätzen und vermeidet Änderungen, wenn die Öffnung erst einmal in der Wand sitzt.

  • Kaminöfen

    Kaminofen ausgehen lassen: Was Sie vermeiden sollten?

    Irgendwann ist Schluss mit Nachlegen: Der Raum ist warm genug, du möchtest ins Bett oder der Kaminofen soll für den Tag einfach ausbleiben. Dann stellt sich eine überraschend praktische Frage: Wie lässt man einen Kaminofen eigentlich richtig ausgehen? Einfach alle Luftregler schließen? Die Tür öffnen, damit das Holz schneller herunterbrennt? Oder die Glut mit Wasser löschen? Gerade beim letzten Abbrand entstehen einige Bedienfehler, weil das Erlöschen des Feuers häufig weniger Beachtung bekommt als das Anzünden. Dabei läuft die Verbrennung noch weiter, wenn keine sichtbaren Flammen mehr vorhanden sind. Glühende Holzkohle kann noch längere Zeit Wärme und Verbrennungsgase erzeugen. Im Normalfall musst du einen Kaminofen nicht aktiv löschen. Am sinnvollsten ist es, rechtzeitig kein Holz mehr nachzulegen und den vorhandenen Brennstoff kontrolliert abbrennen zu lassen. Entscheidend ist dabei, die Luftregelung nicht vorschnell zu schließen und die Angaben für dein konkretes Ofenmodell zu beachten.

  • Kaminöfen

    Kaminofen stilllegen: Wann es notwendig ist und wie es funktioniert?

    Ein Kaminofen muss nicht zwangsläufig aus dem Haus verschwinden, nur weil er nicht mehr genutzt werden soll. Trotzdem reicht es nicht immer, einfach kein Holz mehr nachzulegen und die Ofentür geschlossen zu lassen. Vor allem bei einer dauerhaften Stilllegung spielen der Anschluss an den Schornstein, die Meldung an den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger und der bisherige Feuerstättenbescheid eine Rolle. Das Thema betrifft derzeit besonders Besitzer älterer Kaminöfen. Für viele Geräte, die zwischen 1995 und dem 21. März 2010 in Betrieb genommen wurden, endete Ende 2024 eine wichtige Übergangsfrist der 1. BImSchV. Können die vorgeschriebenen Emissionswerte nicht nachgewiesen werden und greift keine Ausnahme, darf ein solcher Ofen nicht einfach weiterbetrieben werden. Daneben gibt es ganz alltägliche Gründe für eine Stilllegung: Der Ofen wird nicht mehr gebraucht, eine andere Heizung übernimmt seine Aufgabe oder das Gerät soll später ersetzt werden. Entscheidend ist deshalb zunächst, zwischen bloßer Nichtbenutzung und einer echten dauerhaften Stilllegung zu unterscheiden.

  • Kaminöfen

    Warum der Kaminofen nicht richtig wärmt und was dahintersteckt

    Das Feuer brennt, die Scheite glühen und trotzdem bleibt der Raum überraschend kühl. Dieses Problem kommt bei Kaminöfen häufiger vor, als man zunächst vermuten würde. Dabei liegt es nicht automatisch am Ofen selbst. Oft spielen mehrere Faktoren zusammen: Das Brennholz enthält zu viel Feuchtigkeit, die Luftzufuhr stimmt nicht, der Schornstein erzeugt keinen passenden Förderdruck oder die Heizleistung des Geräts reicht schlicht nicht für den Raum aus. Auch die Erwartungen an einen Kaminofen können eine Rolle spielen. Ein einzelner Ofen erwärmt in erster Linie seinen Aufstellraum. Wie schnell und wie stark die Temperatur steigt, hängt zusätzlich von Dämmung, Raumgröße, Grundriss und Außentemperatur ab. Bevor du also davon ausgehst, dass mit dem Gerät technisch etwas nicht stimmt, lohnt sich eine systematische Prüfung. Viele Ursachen lassen sich bereits an Flammenbild, Holzverbrauch und Abbrand erkennen.

  • Kaminöfen

    Neubau & Kamin: Mit diesen Kosten musst du rechnen?

    Wer einen Neubau plant und später mit Holz heizen möchte, sollte den Kamin möglichst früh in die Bauplanung aufnehmen. Denn mit dem Kauf eines Kaminofens allein ist es nicht getan. Schornstein, Anschluss, Verbrennungsluft, Brandschutz und die Prüfung der fertigen Feuerungsanlage verursachen ebenfalls Kosten. Gerade beim Neubau können sich diese Posten stark unterscheiden. Ein einfacher Kaminofen mit bereits eingeplantem Schornstein ist deutlich günstiger als ein individuell gebauter Heizkamin oder eine Lösung, für die nachträglich Leitungen und Durchführungen geschaffen werden müssen. Auch eine Lüftungsanlage kann die Planung beeinflussen. Für eine erste Kalkulation ist es deshalb sinnvoll, die einzelnen Kostenblöcke getrennt zu betrachten. So erkennst du, welche Leistungen bereits in der Bauplanung enthalten sind und welche für das Kaminprojekt zusätzlich angeboten werden müssen.

  • Kaminöfen

    Kaminofen nachrüsten: Kosten für Feinstaubfilter im Überblick

    Wer einen älteren Kaminofen weiterbetreiben möchte, stößt schnell auf das Thema Feinstaubfilter. Dabei entsteht leicht der Eindruck, jeder ältere Ofen müsse einfach mit einem Filter versehen werden und könne anschließend unbegrenzt weiterlaufen. Ganz so einfach ist es nicht. Zuerst muss geklärt werden, ob der Kaminofen die vorgeschriebenen Emissionswerte bereits einhält, ob ein entsprechender Nachweis vorhanden ist und ob eine Ausnahme von den Übergangsregelungen greift. Erst wenn eine Nachrüstung tatsächlich erforderlich oder zur Emissionsminderung gewünscht ist, stellt sich die Kostenfrage. Dafür müssen der geeignete Abscheider, notwendige Einbauteile, Montage, Stromversorgung und mögliche Anpassungen am Rauchrohr oder Schornstein gemeinsam betrachtet werden. Deshalb lohnt es sich, nicht nur auf den Preis des Filters zu schauen, sondern die komplette Feuerungsanlage zu betrachten. Bei manchen Öfen ist die Nachrüstung sinnvoll, bei anderen kann ein Austausch wirtschaftlich vernünftiger sein.

  • Outdoor

    Schwenkgrill richtig nutzen: Technik, Höhe, Hitze und typische Fehler

    Ein Schwenkgrill wirkt zunächst unkompliziert: Feuer oder Glut vorbereiten, Rost darüberhängen und das Grillgut auflegen. In der Praxis unterscheidet sich das Grillen damit aber deutlich von einem Gasgrill oder einem klassischen Holzkohlegrill mit festem Rost. Die Temperatur lässt sich nicht über einen Regler einstellen. Stattdessen bestimmst du sie vor allem durch die Menge und Verteilung der Glut, den Abstand des Rosts zur Hitzequelle und die Zeit. Genau dabei entstehen viele Probleme. Der Rost hängt zu tief, während noch hohe Flammen schlagen, später fehlt plötzlich Hitze oder das Grillgut bleibt minutenlang unbewegt über derselben besonders heißen Stelle. Hinzu kommt die Frage, ob Holz, Holzkohle oder Briketts verwendet werden sollten. Wer das Prinzip hinter dem Schwenkgrill versteht, muss allerdings nicht nach Gefühl herumprobieren. Entscheidend sind wenige Stellschrauben, die sich während des Grillens jederzeit anpassen lassen.

  • Elektrokamine

    Flammeneffekt beim Elektrokamin: Opti-Myst, Optiflame & Co. erklärt

    Wer sich heute Elektrokamine anschaut, stößt schnell auf Begriffe wie Optiflame, Opti-Myst beziehungsweise Optimyst, Opti-V, LED-Flamme oder 3D-Flammeneffekt. Dahinter steckt keineswegs immer dieselbe Technik mit einem anderen Namen. Manche Geräte erzeugen ihre Flammen mit Licht und beweglichen Reflektoren, andere arbeiten mit beleuchtetem Wassernebel oder digitalen Bildern. Das macht einen großen Unterschied: Der Flammeneffekt entscheidet darüber, wie räumlich das Feuer wirkt, aus welchen Blickwinkeln es überzeugend aussieht und wie viel Pflege das Gerät benötigt. Gleichzeitig bedeutet eine technisch aufwendigere Lösung nicht automatisch, dass sie für jeden Raum die bessere Wahl ist. Wer die verschiedenen Verfahren kennt, kann deshalb wesentlich gezielter auswählen. Besonders wichtig sind dabei drei Fragen: Wie entsteht das Flammenbild, wie realistisch soll es wirken und wie viel Aufwand möchtest du im Alltag damit haben?

  • Elektrokamine

    Elektrokamin Stromverbrauch: Was kostet der Betrieb wirklich?

    Ein Elektrokamin braucht weder Brennholz noch Gas oder Ethanol. Dafür hängt er an der Steckdose – und genau das wirft schnell die Frage auf, was der Betrieb am Ende auf der Stromrechnung ausmacht. Pauschale Angaben wie „ein Elektrokamin verbraucht 2.000 Watt“ helfen dabei allerdings nur bedingt. Entscheidend ist, welche Funktionen tatsächlich eingeschaltet sind. Bei vielen Geräten lassen sich Flammeneffekt und Heizung getrennt verwenden. Während die optische Feuerdarstellung vergleichsweise wenig Energie benötigt, verändert eine zugeschaltete Heizleistung von beispielsweise 1.500 oder 2.000 Watt die Rechnung deutlich. Hinzu kommen Betriebsdauer, Heizstufe, Thermostatsteuerung und natürlich dein persönlicher Stromtarif. Wer den Verbrauch realistisch einschätzen möchte, sollte deshalb nicht nur auf die maximale Wattzahl im Datenblatt schauen. Interessanter ist die Frage, wie der Elektrokamin im Alltag tatsächlich genutzt werden soll.

  • Pelletöfen

    Brenndauer beim Pelletofen: Wie lange reichen Pellets wirklich?

    Wer einen Pelletofen nutzt oder über die Anschaffung nachdenkt, landet schnell bei einer praktischen Frage: Wie oft muss eigentlich nachgefüllt werden? Eine pauschale Antwort wie „ein Sack reicht einen Tag“ hilft dabei nur bedingt. Denn derselbe Pelletvorrat kann in einem Ofen mehr als 20 Stunden reichen und in einem anderen bereits nach wenigen Stunden verbraucht sein. Entscheidend sind unter anderem die Größe des Vorratsbehälters, die eingestellte Heizleistung und der Pelletverbrauch des jeweiligen Geräts. Hinzu kommen äußere Faktoren wie Raumgröße, Dämmung und gewünschte Temperatur. Auch die automatische Leistungsregelung spielt eine wichtige Rolle: Ein Pelletofen arbeitet schließlich nicht zwangsläufig während der gesamten Betriebszeit mit voller Leistung. Wer die technischen Daten seines Geräts kennt, kann die ungefähre Brenndauer recht einfach selbst berechnen. Wichtig ist dabei, zwischen theoretischen Herstellerwerten und dem tatsächlichen Verbrauch im Alltag zu unterscheiden.

  • Pelletöfen

    Was kostet ein Pelletofen im Jahr an Strom?

    Ein üblicher elektrisch geregelter Pelletofen verbrennt Holzpellets und benötigt zusätzlich Strom: für Förderschnecke, Steuerung, Abgasgebläse und je nach Modell weitere Ventilatoren. Beim Start kommt meist eine elektrische Zündung hinzu. Es gibt auch speziell dafür konstruierte stromlose Pelletöfen; die folgenden Rechnungen betreffen elektrische Geräte. Die gute Nachricht: Der Strombedarf während des normalen Heizbetriebs ist bei vielen Geräten vergleichsweise gering. Trotzdem lässt sich keine seriöse Jahreszahl nennen, die für jeden Pelletofen passt. Entscheidend sind unter anderem das konkrete Modell, die tägliche Laufzeit, die Anzahl der Starts, zusätzliche Gebläse und der Standby-Verbrauch. Auch ein wasserführender Pelletofen muss anders betrachtet werden als ein einfacher luftgeführter Ofen. Mit einigen technischen Daten und einer einfachen Rechnung lässt sich der eigene Jahresverbrauch jedoch ziemlich gut abschätzen.

  • Pelletöfen

    Ist ein Pelletofen noch sinnvoll? Das solltest du heute wissen

    Pelletöfen galten lange als interessante Alternative zu klassischen Holzöfen sowie zu Öl- und Gasheizungen. Inzwischen ist die Entscheidung komplizierter geworden. Pelletpreise schwanken, Anforderungen an Emissionen sind strenger geworden und gleichzeitig stehen Wärmepumpen sowie andere elektrische Heizsysteme stärker im Fokus. Da stellt sich durchaus die Frage, ob sich ein Pelletofen heute überhaupt noch lohnt. Eine pauschale Antwort gibt es darauf nicht. Ein moderner Pelletofen kann besonders als gezielt eingesetzte Zusatzheizung sinnvoll sein. Er arbeitet weitgehend automatisch, lässt sich temperaturabhängig regeln und benötigt im Vergleich zu Scheitholz wenig manuelle Bedienung. Gleichzeitig entstehen Anschaffungs-, Wartungs-, Strom- und Brennstoffkosten, die vor dem Kauf berücksichtigt werden sollten. Entscheidend ist deshalb weniger, ob Pelletöfen grundsätzlich sinnvoll sind. Wichtiger ist, ob die Technik zum Gebäude, zum eigenen Heizverhalten und zum gewünschten Einsatzzweck passt.

  • Pelletöfen

    Pelletofen Verbot 2025? Was wirklich gilt – und was nicht?

    Stand: 6. September 2026. Rund um Pelletöfen tauchte für 2025 immer wieder die Behauptung auf, ältere Geräte dürften plötzlich nicht mehr betrieben werden oder Pelletöfen würden generell verboten. Ein pauschales bundesweites Pelletofen-Verbot besteht auch zum hier geprüften Stand nicht. Hinter der damaligen Diskussion steckt eine wichtige Frist mit deutlich engerem Anwendungsbereich. Zum 31. Dezember 2024 endete die letzte Übergangsfrist der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung für bestimmte ältere Einzelraumfeuerungsanlagen. Betroffen konnten damit auch ältere Pelletöfen sein. Entscheidend sind jedoch das Alter des Geräts, seine Emissionswerte und teilweise auch die Art der Feuerstätte. Ein funktionierender Pelletofen musste also nicht automatisch zum Jahreswechsel ausgebaut werden. Hinzu kommen weitere Vorgaben wie die EU-Ökodesign-Anforderungen für neue Geräte. Wer wissen möchte, ob ein vorhandener Pelletofen weiterhin betrieben werden darf oder welche Anforderungen bei einem Neukauf gelten, sollte diese Regelwerke sauber voneinander trennen.

  • Ethanol

    Ethanol Kamin in der Mietwohnung – erlaubt oder nicht?

    Ein Ethanol Kamin wirkt für Mietwohnungen zunächst unkompliziert: Er benötigt normalerweise keinen klassischen Schornsteinanschluss, produziert keine Holzasche und viele Modelle lassen sich frei im Raum aufstellen. Daraus entsteht schnell die Annahme, dass Mieter einen solchen Kamin ohne weitere Überlegungen nutzen dürfen. Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Eine generelle Regel nach dem Motto „Ethanol Kamine sind in Mietwohnungen verboten“ gibt es nicht. Umgekehrt bedeutet ein fehlender Schornstein aber auch nicht, dass Mietvertrag, Brandschutz und Sicherheitsanforderungen keine Rolle spielen. Besonders wichtig ist, ob der Kamin lediglich aufgestellt oder dauerhaft an Wand oder Boden befestigt wird. Hinzu kommen Fragen zur Raumgröße, Lüftung und sicheren Lagerung des Brennstoffs. Wer zur Miete wohnt, sollte deshalb nicht nur danach fragen, ob ein Ethanol Kamin grundsätzlich möglich ist. Entscheidend ist, unter welchen Bedingungen er in der konkreten Wohnung sicher und vertragsgemäß genutzt werden kann.

  • Ethanol

    Ist ein Ethanol Kamin sinnvoll? Eine Frage der Erwartungen

    Ein echtes Feuer im Wohnzimmer, aber kein Schornstein, kein Brennholzlager und keine Asche: Genau das macht einen Ethanol Kamin für viele Menschen interessant. Gleichzeitig wird schnell mehr von ihm erwartet, als er tatsächlich leisten soll. Manche sehen ihn als unkomplizierten Ersatz für einen Kaminofen, andere lediglich als dekorative Feuerstelle. Beides ist nicht ganz falsch – entscheidend ist, was du von dem Gerät erwartest. Ein Ethanol Kamin erzeugt reale Flammen und gibt dabei auch Wärme an den Raum ab. Er arbeitet jedoch ohne Abgasführung, sodass die Verbrennungsprodukte direkt in die Raumluft gelangen. Damit unterscheidet er sich technisch deutlich von einem klassischen Kaminofen. Auch Brennstoffkosten, Lüftung und Brandschutz gehören deshalb zur Entscheidung dazu. Ob sich ein Ethanol Kamin für dich lohnt, hängt weniger von der grundsätzlichen Frage „gut oder schlecht?“ ab. Wichtiger ist, wofür du ihn einsetzen möchtest.

  • Ethanol

    Wie oft lüften bei einem Ethanol Kamin? – Das sollten Sie wissen?

    Ein Ethanol Kamin braucht keinen Schornstein. Genau das macht ihn unkompliziert, führt aber auch zu einer wichtigen Besonderheit: Die bei der Verbrennung entstehenden Stoffe werden nicht über ein Abgasrohr nach draußen geleitet, sondern gelangen direkt in den Raum. Deshalb spielt regelmäßiges Lüften beim Betrieb eine größere Rolle, als viele zunächst vermuten. Oft heißt es, Bioethanol verbrenne lediglich zu Kohlendioxid und Wasserdampf. Chemisch betrachtet stimmt das bei einer vollständigen Verbrennung grundsätzlich. Unter realen Bedingungen können jedoch zusätzlich weitere Verbrennungsprodukte entstehen. Gleichzeitig verbraucht die Flamme Sauerstoff und erhöht die Luftfeuchtigkeit. Wie oft du lüften solltest, lässt sich nicht mit einer einzigen Zeitangabe beantworten. Raumvolumen, Brennerleistung, Brenndauer und der vom Hersteller geforderte Luftwechsel müssen zusammenpassen. Ein pauschales stündliches Stoßlüften belegt keinen ausreichenden Luftaustausch. Sind die nötigen Bedingungen unklar oder nicht erfüllbar, betreibe die Feuerstelle bis zur Klärung nicht.

  • Schornstein

    Was kostet ein Edelstahlschornstein mit Montage?

    Wer einen Kaminofen nachrüsten möchte und keinen geeigneten gemauerten Schornstein besitzt, landet schnell beim Edelstahlschornstein. Bei der Kostenplanung entsteht allerdings häufig ein falsches Bild: Der Preis des eigentlichen Schornsteins ist nur ein Teil der Rechnung. Hinzu kommen Wanddurchführung, Befestigungen, Ofenanschluss, Arbeitszeit und je nach Gebäude weitere Bauteile oder Hilfsmittel für die Montage. Für einen außen geführten, doppelwandigen Edelstahlschornstein ergibt sich der Gesamtpreis aus dem geplanten System und den Arbeiten am Gebäude. Höhe, Durchmesser, Wandabstand, Dachform, Zugänglichkeit und erforderliche Mündungshöhe müssen feststehen. Ein pauschaler Preis für ein Einfamilienhaus bildet diese Unterschiede nicht zuverlässig ab. Wer Angebote vergleichen möchte, sollte daher genau darauf achten, welche Leistungen tatsächlich enthalten sind.

  • Schornstein

    Edelstahlschornstein: Ist eine Regenhaube eigentlich sinnvoll?

    Eine Regenhaube auf dem Edelstahlschornstein wirkt zunächst logisch: Wo oben eine Öffnung ist, kann schließlich Regen hineinfallen. Also Deckel darüber und das Problem ist erledigt. Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Viele Systeme führen eindringendes Niederschlagswasser über einen vorgesehenen Ablauf ab. Edelstahl und ein Ablauf allein bedeuten aber nicht, dass die Anlage auch für feuchten Betrieb zugelassen ist: Dafür müssen die ausgewiesene Feuchte- und Korrosionsklasse sowie Brennstoff und Montage zusammenpassen. Eine Regenhaube ist deshalb nicht automatisch erforderlich. Sie kann unter bestimmten Bedingungen sinnvoll sein, verändert aber gleichzeitig die freie Abströmung der Abgase. Besonders bei ungünstigen Windverhältnissen, niedrigen Abgastemperaturen oder einer nicht zum System passenden Konstruktion kann aus einem vermeintlichen Schutz sogar ein technischer Nachteil werden. Ob eine Haube sinnvoll ist, hängt daher vom Schornsteinsystem, der angeschlossenen Feuerstätte, dem Standort und der vorgesehenen Ausführung des Herstellers ab.

  • Schornstein

    Wie weit muss der Schornstein wirklich über das Dach ragen?

    Bei der Höhe eines Schornsteins über dem Dach hält sich eine einfache Zahl besonders hartnäckig: 40 Zentimeter. Ganz falsch ist sie nicht – als pauschale Antwort reicht sie inzwischen aber oft nicht mehr aus. Vor allem bei neuen Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe spielt nicht nur die Höhe über dem Dach eine Rolle, sondern auch die Position der Schornsteinmündung zum First. Hinzu kommen Fenster, Türen und Lüftungsöffnungen in der Umgebung sowie besondere bauliche Situationen. Deshalb kann ein Schornstein bei einem Haus relativ kurz über dem Dach enden, während bei einem anderen Gebäude ein deutlich längerer Aufbau notwendig wird. Auch Dachform, Dachneigung und benachbarte Gebäude können die Planung beeinflussen. Wer einen Kaminofen, Pelletofen oder eine andere Festbrennstoffanlage anschließen möchte, sollte die erforderliche Höhe deshalb nicht allein anhand einer allgemeinen Zentimeterangabe bestimmen. Entscheidend ist immer die konkrete Situation am Gebäude.

  • Schornstein

    Edelstahlschornstein: einwandig oder doppelwandig?

    Wer einen Edelstahlschornstein plant, stößt ziemlich schnell auf zwei Varianten: einwandig und doppelwandig. Auf den ersten Blick scheint der Unterschied überschaubar zu sein – beim einen besteht das Rohr im Wesentlichen aus einer Edelstahlschale, beim anderen kommen Außenmantel und Wärmedämmung hinzu. Für die Auswahl ist dieser konstruktive Unterschied jedoch entscheidend. Denn beide Systeme sind für unterschiedliche Einbausituationen gedacht. Ein einwandiger Edelstahlschornstein wird häufig genutzt, wenn bereits ein geeigneter gemauerter Schornsteinschacht vorhanden ist und dieser saniert oder an eine neue Feuerstätte angepasst werden soll. Ein doppelwandiges System kommt dagegen häufig dann zum Einsatz, wenn ein neuer Schornstein beispielsweise an der Außenwand errichtet wird. Die Entscheidung sollte deshalb nicht mit der Frage beginnen, welche Variante hochwertiger ist. Wichtiger ist: Wo soll die Abgasanlage verlaufen, welche Feuerstätte wird angeschlossen und welche Anforderungen muss das konkrete System erfüllen?

  • Kaminöfen

    Kaminscheibe reinigen – 7 praktische Lifehacks aus dem Alltag

    Eine schwarze Kaminscheibe sieht zunächst nach einem hartnäckigen Putzproblem aus. Oft lässt sich der Ruß aber überraschend einfach entfernen – und dafür braucht es nicht zwingend einen Schrank voller Spezialreiniger. Kalte Holzasche, etwas Papier oder ein feuchtes Tuch reichen bei normalen Ablagerungen häufig schon aus. Wichtig ist allerdings, zwischen einem leichten Rußfilm und fest eingebrannten Rückständen zu unterscheiden. Nicht jede Methode eignet sich für jede Verschmutzung. Stahlwolle, raue Scheuerschwämme oder aggressive Reiniger können mehr Schaden anrichten, als sie beseitigen. Auch solltest du nicht nur die Scheibe betrachten: Wird sie nach jedem Abbrand innerhalb kurzer Zeit wieder tiefschwarz, steckt möglicherweise feuchtes Holz, eine ungünstige Luftzufuhr oder ein anderes Problem bei der Verbrennung dahinter. Die folgenden sieben Alltagstipps helfen dir deshalb nicht nur beim Saubermachen, sondern auch dabei, unnötige Putzarbeit künftig zu vermeiden.

  • Kaminöfen

    Holz im Kaminofen von oben anzünden – warum das sinnvoll ist?

    Wer einen Kaminofen anzündet, baut das Feuer oft so auf, wie man es früher gelernt hat: Anzünder nach unten, dünnes Holz darüber und die größeren Scheite ganz nach oben. Bei vielen modernen Scheitholzöfen wird inzwischen jedoch die umgekehrte Methode empfohlen. Die großen Holzscheite liegen unten, darüber kommen kleinere Anzündhölzer und ganz oben wird das Feuer entfacht. Das wirkt zunächst etwas widersprüchlich. Schließlich steigen Flammen und heiße Luft nach oben – warum sollte sich das Feuer dann nach unten durcharbeiten? Der entscheidende Punkt ist weniger die Richtung der Flamme als die Frage, wie schnell größere Holzmengen erhitzt werden und welche Gase dabei entstehen. Richtig ausgeführt kann das Anzünden von oben die Verbrennung während der kritischen Startphase verbessern und unverbrannte Abgase reduzieren. Allerdings funktioniert die Methode nur dann zuverlässig, wenn Brennholz, Luftzufuhr und Aufbau zusammenpassen. Auch die Bedienungsanleitung des jeweiligen Ofens spielt eine entscheidende Rolle.

  • Kaminöfen

    Dauerbrandofen oder Zeitbrandofen: Wo liegt der Unterschied?

    Wer sich mit Kaminöfen beschäftigt, stößt früher oder später auf die Begriffe Dauerbrandofen und Zeitbrandofen. Die Namen klingen zunächst ziemlich eindeutig: Der eine brennt dauerhaft, der andere nur für eine begrenzte Zeit. Ganz so funktioniert die Unterscheidung allerdings nicht. Auch einen Zeitbrandofen kannst du über viele Stunden betreiben, solange regelmäßig geeigneter Brennstoff nachgelegt wird. Umgekehrt bedeutet Dauerbrand nicht, dass eine einzige Brennstofffüllung einen ganzen Tag lang Feuer liefert. Die Bezeichnungen stammen vielmehr aus der technischen Einordnung von Feuerstätten und hängen unter anderem mit Brennstoff, Brennraumkonstruktion und dem Verhalten bei längeren Abbrandphasen zusammen. Für die Auswahl ist deshalb weniger der Name entscheidend als die Frage, wie du tatsächlich heizen möchtest. Wer hauptsächlich Scheitholz verbrennt, hat andere Anforderungen als jemand, der zugelassene Kohlebrennstoffe nutzen und möglichst lange Nachlegeintervalle erreichen möchte.